Bitcoin: Die Chancen und Risiken der Krypto-Währung

Trotz oder auch wegen der Vielzahl an verschiedenen Krypto-Währungen ist der Bitcoin das Aushängeschild der neu geschaffenen Asset-Klasse. Deshalb geht es in diesem Blog vornehmlich um den Bitcoin und nicht um andere Digitalwährungen. Dies kann sich auch sehr kurzfristig ändern, da sich die Krypto-Welt schnell dreht. Auch wenn es mit den Kursen der Bitcoin-Währung jüngst steil nach oben ging, ist es keineswegs ausgemacht, dass der Bitcoin künftig immer die Hauptrolle im Krypto-Konzert ausfüllen wird. Bitcoins eignen sich zwar gut für die Wertaufbewahrung, weniger jedoch für die Durchführung von Transaktionen, weil die Technik langsam und teuer ist. Der Zahlungsempfänger geht ein gewisses Risiko ein, wenn er dem Käufer eine Ware unmittelbar nach dem Kauf übergibt, weil die rechtsverbindliche Gutschrift nicht sofort erfolgt. Eine ähnlich sichere Währung, die schnelle Zahlungen und Gutschriften erlaubt und zudem kostengünstig ist, könnte zu erheblichen Umschichtungen aus dem Bitcoin führen. Kursverluste in erheblicher Höhe könnten die Folge dieser Umschichtungen sein. Weitere Unsicherheitsfaktor für den Bitcoin sind digitale Währungen von Notenbanken oder Krypto-Währungen von Big-Playern wie Facebook. Gerade dieses Netzwerk verfügt durch seine große Anhängerschaft, über ein enormes und detailreich erforschtes Kundenpotenzial. Die gilt es unbedingt zu bedenken, sofern in dem folgenden Bitcoin-Blog von „sagenhaften“ Kursgewinnen der Bitcoin-Währung berichtet werden sollte.    

Bitcoin Blog

20.05.2021 Hat sich der Bitcoin erledigt? Diese Frage kann eindeutig mit Jein beantwortet werden. Aufgrund des dauerhaften und sehr schwungvollen Anstiegs der Kryptowährungen war es nur eine Frage der Zeit, bis ein deutlicher Kursrücksetzer erfolgte. Die Größenordnung des Rücksetzers war durchaus erwartbar. Eine Konsolidierung auf dem ermäßigten Niveau und eine damit verbundene Beruhigung des volatilen Kursgeschehens wären jetzt durchaus wünschenswert, wenn sich die Kryptowährungen als Zahlungsmittel etablieren sollen. Insoweit kann die Eingangsfrage verneint werden. Negativ zu werten ist jedoch der Umstand, dass eine einzelne Person in der Lage ist enorme Kursanstiege und Kursverluste auszulösen, indem diese Person mehr oder weniger ernst gemeinte Tweets absetzt. Ferner ist negativ zu werten, dass Krypto-Börsen in Zeiten hoher Volatilität in technische Schwierigkeiten geraten und Aufträge nicht abwickeln können. Gerade Börsen, die digitale Werte handeln, sollten sich eine solche Blöße nicht geben. Die technischen Schwierigkeiten und die Abhängigkeit von den Launen einer einzelnen Person müssen schnell überwunden werden, weil sonst die Eingangsfrage mit Ja beantwortet werden muss.

Neu im Jahr 2021

Der Jahreswechsel wartet immer mit Änderungen in den Bereichen Steuern und Soziales auf. In einigen Bereichen gibt es deutliche Veränderungen. Daher lohnt ein Blick auf die Regelungen, die sich zum 01.01.2021 ändern.

Festzinsanlagen

Geldwerte und Festzinsanlagen gehörten zu den beliebtesten Anlageformen der Deutschen. Zum einen boten gute Emittenten eine höchstmögliche Sicherheit und der Festzins stellte ein verlässliches passives Einkommen dar, das auch geeignet war, die Rentenlücke zu füllen. Diese, über viele Jahrzehnte andauernde Liebe zu dieser Anlageform ist erloschen. Anstatt eine bewährte Anlageform vor Wertverlusten durch Inflation zu schützen, haben es sich die Notenbanken dieser Welt zur Aufgabe gemacht, Vollbeschäftigung zu erzielen. Koste es, was es wolle!

Maklercourtage Neuregelung

Ab dem 23.12.2020 gilt für den Verkauf und Erwerb von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern ein neues Recht bezüglich der Verpflichtung zur Zahlung der Maklercourtage, sofern ein Makler zur Abwicklung des Verkaufs eingebunden wird. Die Courtage ist künftig durch den Verkäufer und den Käufer je zur Hälfte zu zahlen. Die Zahlungspflicht des Käufers tritt erst ein, wenn nachgewiesen wurde, dass der Verkäufer seinen Anteil an der Courtage an den Makler gezahlt hat. Diese Neuregelung gilt nur dann, wenn es sich bei der Käuferseite um private Verbraucher handelt. Für gewerbliche Käufer bleibt es bei der bisherigen Regelung. Der Makler kann dementsprechend auch für eine Partei unentgeltlich tätig werden, ohne den Rechtsanspruch auf die Maklercourtage gegenüber der zweiten Partei zu verlieren.