Vorbemerkung: Heikin Ashi ist eine besondere Form der Kerzen-Chart-Darstellung. In dem Video wird unterstellt, dass dem Betrachter die Technik und Aussage der Kerzen-Charts bekannt ist. Sollten diese Kenntnisse nicht vorhanden sein, ist es sinnvoll, sich vor der Ansicht des Videos ausgiebig mit den Kerzen-Charts zu befassen. Um es vorweg zu nehmen: Die klassische Darstellung der Kerzen-Charts ist für den Trader viel interessanter als die Heikin Ashi Kerzen. Es gibt hier nur wenige Kerzengebilde, die schon durch ihre klangvollen Bezeichnungen (z. B. Dark Cloud Cover) neugierig machen.

 

Dieses Video richtet sich an Personen, die ein Handelsinstrument suchen, welches einen klaren Trend anzeigt. Heikin Ashi Kerzen zeigen Trends mit einem Blick auf den Chart. Der Unterschied in der Darstellung der Heikin Ashi Kerzen im Vergleich mit den Original-Kerzen resultiert aus dem Open-Kurs der Kerzen. Die Standardkerze eröffnet mit dem tatsächlichen Kurs. Steigt der aktuelle Kurs über den Eröffnungskurs, gibt es einen weißen Kerzenkörper. Fällt der aktuelle Kurs unter den Eröffnungskurs, wird eine schwarze Kerze angezeigt. Zum Ende der Periode (meist 1, 5, 15 und 30 Minuten sowie 1 und 4 Stunden, ein Tag, eine Woche und ein Monat) bildet die Strecke vom Eröffnungskurs bis zum Schlusskurs den Kerzenkörper. Vorübergehende höhere oder tiefere Kursausschläge werden als dünne Striche (Dochte) ober- und unterhalb der Kerze angezeigt. Es kommt praktisch ständig vor, dass die Farbe aktuellen Kerze von der Vor- und der später nachfolgenden Kerze abweicht. Wechselt die Kerzenfarbe oft, erkennt der Betrachter eines Charts keinen stabilen und eindeutigen Trend. Heikin Ashi Kerzen sind kein Abbild des aktuellen Kursverlaufs, sondern eine Durchschnittsbetrachtung des aktuellen Kursverlaufs und der vorhergehenden Kerze. Das Chart Bild wirkt dadurch wesentlich klarer. Um diesen Effekt zu demonstrieren, hätte es keines Videos bedurft. Worum geht es also in dem nachfolgenden Video? Heikin Ashi Kerzen haben, wie nicht anders zu erwarten, auch ihre Schattenseiten, die sich immer dann zeigen, wenn nicht der zurückliegende Chart betrachtet wird. Wenn der aktuelle Chart Verlauf einen Farbwechsel zeigt, der als Einstieg genutzt wird, kann es durchaus sein, dass zwar Folgekerzen der erwarteten Farbe folgen, allerdings kein signifikanter Kursunterschied zum Einstieg erzielt wird. Es entstehen dadurch unter Umständen eine ganze Reihe von Trades, die mehr Geld kosten können, als die erfolgreichen Trades einspielen. Die Heikin Ashi Kerzen werden deshalb als schön anzuschauen aber als schwer handelbar qualifiziert, zumal sie keine prägnanten Handelssignale wie normale Kerzen-Charts liefern.

5, eher unbekannte Heikin Ashi Handelssignale 

Dass Heikin Ashi Kerzen keine Handelssignale liefern, wird wegen der, aus Durchschnitten gebildeten, Kerzen fälschlicherweise oftmals vermutet. Tatsächlich gibt es  5, eher unbekannte, Handelssignale, die durchaus als prägnant bezeichnet werden dürfen.

  • Steigende Kerzen (meist weiß oder grün dargestellt) ohne unteren Schatten (Kerzen mit einem Shaven Bottom) zeigen einen starken bullischen Trend an.
  • Fallende Kerzen (meist schwarz oder rot dargestellt) ohne oberen Schatten (Kerzen mit einem Shaven Head) zeigen einen starken bärischen Trend an.
  • Kerzen mit kurzem Körper mit einem Schatten (oben oder unten) weisen auf einen Trendwechsel (Heikin Ashi Kerzen haben oft keinen Schatten) hin.
  • Eine Kerze, mit langem (die Farbe der Kerze spielt keine Rolle) unterem Schatten, deutet auf Kaufbereitschaft hin und ist bullisch zu werten.
  • Eine Kerze, mit langem (die Farbe der Kerze spielt keine Rolle) oberen Schatten, deutet auf nachlassende Kaufbereitschaft hin und ist bärisch zu werten.

Mit diesem kleinen Werkzeugkoffer sollte es gelingen, profitable Trades zu identifizieren. Das Auftreten kurzer Körper sollte als Hinweis „Finger weg“ verstanden werden. Das Auftreten langer Schatten kann hilfreich sein, einen Zeitpunkt für den Ein- oder Ausstieg festzumachen.

06.07.2019 | Autor Ralf Schimpf | Der Disparity Index ist ein Oszillator, der Auskunft über den Abstand zwischen dem aktuellen Kurs und einem gewähltem Moving Avarage (meist 50) besteht. Die Angabe erfolgt in Prozentpunkten. Der Disparity Index kann als zusätzliche Entscheidungshilfe bei der Platzierung von Trades mithilfe der Kerzen-Charts verwendet werden. Wird über die Kerzen eine Einstiegsmöglichkeit aufgezeigt, kann mit dem Disparity Index ermittelt werden, ob der Abstand der beiden Kurse ein weiteres Signal zur Eröffnung einer Position liefert. Eine hohe Abweichung von deutlich über 5 % kann als Bestätigung eines Verkaufssignals gewertet werden, während Werte deutlich unter 5 % (oder gar negative Werte) ein Kaufsignal untermauern. Beide Signale stehen für den Beginn von Trends, die eine gewisse Zeit anhalten dürften und einen guten Profit versprechen.

Ein sehr interessantes Video zu diesem Thema, das in weiteren Blog-Beiträgen fortgeführt wird, ist nachfolgend zu sehen.

28.06.2019 Die fast ruhige Woche vor dem Gipfel

Auszug MusterdepotDer DAX hat sich in Erwartung des G-20 Gipfels in Japan recht fest gezeigt. Gerade heute sich die Kurse zunächst kontinuierlich und dann stark angestiegen. Es wird spannend sein zu sehen, wie die Börsen den G-20 Gipfel in der kommenden Woche bewerten. Einige Überraschungen dürften ergeben, die sich sowohl an den Aktien- wie Rohstoff-Börsen niederschlagen dürften.

Das Musterdepot hat sich in der vergangenen Woche positiv entwickelt, wenngleich Wirecard die Gewinne der Vorwoche nicht ganz halten konnte. Dafür hat SAP einen kräftigen Satz nach vorne gemacht.

23.06.2019: Die nächsten Schritte im Musterdepot

Das Dax-Musterdepot kann, insbesondere aufgrund der Wirecard-Spekulation, eine gute Kursentwicklung verzeichnen. In der vergangenen Woche führten Aussagen der Notenbanker in Deutschland und den USA zu einem wahren Kursfeuerwerk. Vor allem die Aussagen des EZB-Präsidenten lassen vermuten, dass die Zinsen noch eine ganze Zeit nicht steigen werden und Gelder deshalb weiter in den Aktien- anstatt in den Anleihemarkt fließen. Kursgewinne resultieren damit zu einem nicht unerheblichen Teil aus Mittelzuflüssen, die eigentlich nicht für den Aktienmarkt bestimmt sind und womöglich schon bald abgezogen werden. Um es mit André Kostolany zu sagen: Im Moment kaufen zittrige Hände. Ein Kursrücksetzer genügt und die zittrigen Hände geraten in Panik. Ein weiteres Detail mahnt zur Vorsicht: Finanzwerte sind im Dax zwar nicht mehr so stark vertreten als in früheren Jahren. Dennoch ist es für den Aktienmarkt und für Deutschland kein gutes Zeichen, wenn Banken, Versicherungen und Bausparkassen nicht mehr über ein profitables Geschäftsmodell verfügen. Ferner sind im Dax mit BMW, Daimler und VW drei Schwergewichte vertreten, denen unter Umständen das gleiche Schicksal droht. Mit einem Blick über die Grenzen sind leicht weitere Risiken auszumachen, die sich auf die Kursentwicklung des Dax nachteilig auswirken können.

Der hohe Cash-Anteil des Dax-Musterdepots wird daher beibehalten, wobei ein weiterer Kursanstieg (bis hin zu neuen Höchstkursen) keineswegs ausgeschlossen wird. Nur bei deutlichen Kurskorrekturen werden neue Ankäufe erwogen. 

DAX Musterdepot Deutschland mit Start am 26.04.2019

Die Eckdaten des Aktiendepots lauten:

  • Virtuelles Bar-Kapital EUR 250.000
  • Liquidität zunächst mindestens 60 % = EUR 150.000
  • Maximale ca. 5 % pro Position = EUR 12.500
  • Nur Werte aus Dax, MDax und SDax

Angeschafft werden zunächst 150 Aktien von 2 Dax-Werten. 

SAP | Musterdepot Deutschland | Wert 1 

Die erfolgreiche Mietsoftware-Marke gönnt sich angesichts blendender Zahlen keine Auszeit. Vielmehr strebt der Vorstand eine deutliche Steigerung des Umsatzes und der Margen an. Der Stopp-Kurs wird auf EUR 85 festgelegt. Das anvisierte Kursziel beträgt EUR 190 im Jahr 2023.

Wirecard | Musterdepot Deutschland | Wert 2

Das Investment stellt eine spekulative Position dar. Äußerst negative Pressemeldungen erschütterten jüngst das Vertrauen in den Wert. Von einem Dax-Konzern darf Transparenz erwartet werden, zumal wenn es sich dabei um einen Zahlungsdienstleister handelt. Positiv wird gewertet, dass die Vorwürfe nur von einer Adresse erhoben werden und mit der Softbank ein potenter Partner gefunden wurde. Der Stopp-Kurs wird auf EUR 90 festgesetzt. Das Kursziel beträgt EUR 190 im Jahr 2020.

 

Mit verschiedenster Chart Technik kann der Zeitpunkt für die Eröffnung einer Long- oder einer Short-Position ermittelt werden. Durch den Spread oder Gebühren beginnt jeder Trade mit einem Minus. Der eher kurzfristig orientierte Anleger und erst recht, der Scalper, also jemand, der in ganz kurzer Zeit einen kleinen Kursgewinn erzielen möchte, benötigt einen Anhaltspunkt, für die Wucht der Kursbewegung, die gehandelt werden soll. Es gibt verschiedene Instrumente, mit denen diese Wucht gemessen werden kann. Der ADX (Average-Directional-Movement-Index) wird von vielen Tradern für seine Aussagestärke geschätzt. Der vorangehende Link für zu einem Artikel in dem mehr über den Erfinder, Herrn Welles Wilder, zu erfahren ist. Natürlich wird in dem Artikel aufgezeigt, wie der Wert berechnet wird. 

Der ADX zeichnet sich nicht durch ein spektakuläres Aussehen aus. Es handelt sich um eine einfache Linie, die Werte auf einer Scala abbildet. Die Scala kann je nach Chart Programm unterschiedlich gestaltet sein und von 0 bis 80 reichen. Niedrige Werte deuten auf einen seitwärts laufenden Markt ohne Schwung hin. Ab welcher Marke der Bewegungsschwung für den Trader ausreicht, ist individuell verschieden. Es gibt Trader, die einen Wert von 20 als ausreichend ansehen. Werte über 30 oder 40 Punkte sind gleichfalls gebräuchlich. Die Anzahl der Trade-Möglichkeiten nimmt bei höheren Werten ab. Dafür nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, mit dem Trade schnell in den Bereich zu kommen, der Spaß macht. Ein hoher ADX-Wert (zum Beispiel 40 Punkte) deutet darauf hin, dass der Trend stabil ist und noch einige Zeit anhält. Zur Vorsicht sei geraten, wenn der ADX schnell weiter steigt und dann abkippt. Damit kündigt sich möglicherweise ein deutlicher Kursrücksetzer an. Steigende oder fallende Kurse werden durch die ADX-Linie nicht angezeigt. Es geht nur um die Bewegungsstärke. Ob es sich dabei um eine Bewegung nach Nord oder Süd handelt, zeigt der Chart des zugrunde gelegten Wertes, der in der Regel in einem eigenen Fenster oberhalb des ADX-Fensters angezeigt wird. Wie das in der Praxis aussieht, wird in den beiden folgenden Videos anschaulich aufgezeigt. Im Video auf der rechten Seite wird ein ADX verwendet, der von zwei Trendindikatoren begleitet wird, während im ersten Video der reine ADX gezeigt wird. Für welche Variante man sich entscheidet, hängt natürlich davon ab, welche Software-Lösung zur Verfügung steht. Gerade, wenn weitere Trendindikatoren eingesetzt werden, ist die alleinige Anzeige des ADX (Video links) sinnvoll.

 

 

 

Eine Unfallversicherung kostet meist nicht viel, da sie nur in Anspruch genommen werden kann, wenn die versicherte Person bleibende Schäden, also eine Behinderung, erleidet. Für kleiner Blessuren, die wesentlich häufiger vorkommen und von der Krankenversicherung abgedeckt werden, sind die Versicherungen nicht geeignet. Die Unfallversicherung ist daher vor allem für Personen interessant, die keine Versicherung gegen die Folgen einer Berufsunfähigkeit abschließen können. Auch wenn die Beiträge für eine Unfallversicherung eher gering sind, sollte ein Konditionsvergleich erfolgen.

Kaum vorhersagbare Kurssprünge in wechselnde Richtungen haben vor allem am 18. und 19.06.19 den Dax und den Dow Jones bewegt. Es stellt sich die Frage wohin die Kurse sich in den USA und der deutschen Folger-Börse bewegen können. Am nicht deutschlandweiten morgigen Feiertag sind die Börsen in Deutschland geöffnet. Es könnte an diesem Feiertag zu einem lustlosen Handel kommen, da der Freitag weitere Unsicherheit birgt. Der Freitag ist nämlich ein großer Verfallstermin für Derivate an der Terminbörse. Umkämpft sein dürften an diesem Tag die Marken mit vollen hundert und 50 Punkten. Sollte die Marke von 12.000 bis dahin gehalten werden, könnte sich in diesem Bereich ein heftiger Kampf zwischen Bullen und Bären abspielen.

Ob die Ankündigungen der Notenbankchefs tatsächlich derart kursbewegend waren, sei dahingestellt. Das Kursniveau in den USA ist bereits nahe am absoluten Top. Der akute Konflikt mit dem Iran und die Handelsstreitigkeiten mit wichtigen Industrieländern geben Anlass zur Sorge. Deutschland und Europa sind von diesen Problemen ebenfalls betroffen und müssen zudem den Zorn des amerikanischen Präsidenten fürchten, da er die gestrigen Aussagen von Herrn Draghi als Affront empfindet, nehmen sie doch Zinssenkungen in den USA ihre Wirkung.

Bei den vielen Einzelprobleme (eigenwilliger Präsident, Handelskonflikte, Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran, schwebender Brexit sowie Stimmenschwund bei den deutschen Volksparteien) geht der Blick für eine Sache verloren: Aktienkurse, die von einer Liquiditätsschwemme befeuert werden und nicht durch die Gewinne der Firmen, stehen auf wackligen Füßen. 

Raten- und Überziehungskredite

Für die Finanzierung einer Anschaffung bieten sich verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten ab. Für einen kleineren Betrag, der schnell wieder getilgt werden soll, ist der Überziehungskredit bei einer Bank eine unkomplizierte Art der Kreditinanspruchnahme. Sofern noch kein genehmigter Überziehungsrahmen vorhanden ist, sollte die Hausbank telefonisch oder persönlich kontaktiert werden. Geht auf dem Konto regelmäßig das Gehalt ein, ist die Bewilligung des Überziehungsrahmens meist schnell erledigt. Bei größeren Summen, die nicht mit ein oder zwei Gehaltseingängen zurückgeführt werden können, ist die Aufnahme eines Ratenkredites die bessere Alternative. Hier kann die Laufzeit auf viele Monate (meist bis zu 72 Monate) gestreckt werden. Dadurch wird eine geringere Belastung zu meist günstigeren Zins-Konditionen möglich. Ratenkredite werden von Hausbanken oder Kreditbanken, die auf die kurzfristige Finanzierung von Anschaffungen spezialisiert sind, vergeben. Die Finanzierung kann vom Kreditnehmer direkt bei einer Bank beantragt oder über einen Finanzierungsberater vermittelt werden. Mittlerweile wird ein großer Teil der Ratenkredite über Internetportale abgewickelt, die einen Konditionsvergleich und die unmittelbare Vermittlung des Kredites anbieten. Wer an einem vorherigen Konditionsvergleich mit anschließender Vermittlung interessiert ist, klickt bitte auf den Link auf der rechten Seite.

In Deutschland werden seit dem Jahr 2009 zwischen 7 und 8 Millionen Kredite pro Jahr bewilligt und ausgezahlt. Bei Banken gehen etwa 10 bis 12 Millionen Kreditanfragen ein. Die Differenz zu den bewilligten Krediten resultiert aus den zunehmenden Mehrfachanfragen, von preisbewussten Kreditnehmern, die Kreditangebote über das Internet vergleichen und nur das günstigste Angebot auswählen. Das Ratenkredit-Volumen beträgt im Schnitt rund 12.000 Euro bei einer durchschnittlichen Kreditlaufzeit von rund 4 Jahren. Männer nehmen 75 % aller Kredite auf. Zudem liegt die Kreditsumme im Schnitt um 3.000 Euro über dem Kapitalbedarf der Damen.

Für Ratenkredite gibt es verschiedenste Bezeichnungen. Es liegt auf der Hand, dass eine Autobank vor allem den Kauf eines Fahrzeuges begleitet und die Finanzierung Autokredit nennt. Im Wesen handelt es sich jedoch um einen persönlichen Kredit, für dessen Rückzahlung der Kreditnehmer einsteht. Bei einem höheren Finanzierungsvolumen werden unter Umständen weitere Sicherheiten vereinbart. Es kann sich bei diesen Sicherheiten um das Finanzierungsobjekt (Auto, Boot, Freizeitgrundstück usw.) oder eine anderweitige Sicherheit (Bürgschaft, Risiko-Lebensversicherung usw.) handeln.

Die Immobilienfinanzierung, die (meistens) größte private Investition des ganzen Lebens!

Betrachtungsgegenstand dieses Beitrages ist die Immobilienfinanzierung für privat genutzte Immobilien wie Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen. Für überwiegend zur Vermietung bestimmte Immobilien und für Gewerbeimmobilien gibt es spezielle Finanzierungen. Dabei ist die Ermittlung des Beleihungswertes ein wesentliches Unterscheidungskriterium. Bei zur Vermietung bestimmten Immobilien steht der Ertragswert im Vordergrund, während selbstgenutzte Wohnimmobilien nach dem Sachwert bewertet werden. Privat nutzbare Immobilien mit einem schönen Grundstück in einer beliebten Wohnlage weisen regelmäßig einen hohen Sachwert auf, der bei der Ertragswertermittlung durch einen Immobiliensachverständigen nicht erreicht wird. Daher wären privaten zu nutzende Immobilien schwer oder nur mit einem sehr hohen Eigenkapitaleinsatz finanzierbar, obwohl gerade die Nachfrage nach solchen Immobilien hoch ist. Der Ansatz des Sachwertes bei der Beleihung dieser Immobilien ist deshalb gerechtfertigt.  

Die Finanzierungsgeber

Wichtige Finanzierungsgeber für Immobilienkredite sind Banken, Bausparkassen, Landesförderbanken, KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und Versicherungen. Arbeitgeberdarlehen, die früher häufiger vorkamen, werden nur noch in Ausnahmefällen, wie beruflich bedingter Umzug, vergeben. Finanzierungen der Landesförderbanken und der KfW sind immer auf die Förderung bestimmter Personenkreise (z. B. junge Familien mit Kindern) oder ökologischer Bauweisen (z. B. Niedrigenergiehaus) ausgerichtet. Sie können eine Finanzierung eines Projektes erleichtern oder gar erst möglich machen, wenngleich damit ein gewisser Aufwand bei der Finanzierungsbeantragung verbunden ist.

Aufgrund veränderter Regularien bei der klassischen Baufinanzierung über sogenannte Hypotheken-, Pfandbrief und Landesbanken ist die Bedeutung dieser Institute geschwunden. Viele der ehemals traditionsreichen Banken sind nicht mehr am Finanzierungsmarkt vertreten. Da andere und neue Marktteilnehmer an deren Stelle getreten sind, vollzog sich dieser Wechsel weitgehend geräuschlos.

Dauer der Zinsbindung, Tilgung und Gesamtrückzahlung

Bedingt durch kontinuierlich sinkende Zinsen über einen langen Zeitraum sind die Preise am Immobilienmarkt kräftig gestiegen. Folglich hat das zu deckende Finanzierungsvolumen ebenfalls nicht gekannte Höhen erreicht. Umso wichtiger ist es, bei der Auswahl des Finanzierungsgebers, der Dauer der Zinsbindung und der Höhe der Tilgung genau zu kalkulieren. Bei der zu wählenden Tilgung ist es sinnvoll, die komplette Darlehensrückzahlung bis zum Renteneintritt bewältigen zu können. Das bedeutet nicht, dass man keine gute Rente haben kann, die für den Lebensabend und die Bedienung der Finanzierung ausreicht. Es ist aber ein Hinweis darauf, dass die beabsichtigte Finanzierung wortwörtlich zu einer Belastung werden kann.

Steht der Kauf einer Immobilie an oder soll ein bereits bestehendes Darlehen zum Ende der Zinsbindung abgelöst werden? Mit dem Tarifcheck-Vergleichsrechner für Immobilienfinanzierungen kann ein ausgiebiger Konditionsvergleich ohne viel Aufwand durchgeführt werden.  

Immobilienkredit-Vergleichsrechner: 

 

Welche Entwicklungen gibt es bei der klassischen Lebensversicherung

Klassische Lebensversicherungen sind ein bedeutender Faktor der privaten Altersvorsorge. Im Jahr 2017 wurden laut Statista rund 77 Milliarden Euro an die Versicherten ausgeschüttet. Der Anteil der klassischen Lebensversicherung am gesamten Neugeschäft der Versicherungen ist seit vielen Jahren rückläufig. Dafür ausschlaggebend sind die niedrigen Anlagezinsen, die den Versicherungsgesellschaften zu schaffen machen. Der ohnehin mickrige Zinsertrag wird noch um Kosten für die Verwaltung, den Vertrieb und das, mit den Verträgen abgedeckte, Todesfallrisiko geschmälert. Bei den Neuabschlüssen ist der Anteil der Kapitallebensversicherungen von 75 % auf jüngst nur noch 35 % der Versicherungsbranche geschrumpft. Der Gesamtbestand der Lebensversicherungspolicen hat damit um 9 Millionen Verträge abgenommen.

Eine Änderung der Zinslandschaft tut Not, da die private Rentenvorsorge unerlässlich ist. Bisher bot die kapital gebundene Lebensversicherung einen sicheren Hafen für eine auskömmliche Rendite zum Ende der Laufzeit und einen Todesfallschutz für die Familie während der Laufzeit. Diese Kombination aus Vorsorge für die Rente und Absicherung der Familie machte die Kapitallebensversicherung zu einem der beliebtesten Vorsorgeverträge.

Wann steigen die Zinsen wieder

Es stellt sich daher die Frage, ob sich die Europäische Zentralbank dazu durchringen wird und Zinserhöhungen vornimmt. In der Praxis ist die EZB alleine dazu nicht in der Lage, konkurriert der Finanzmarkt mit den weltweiten Finanzmärkten. Die Regierungen der, für die Weltwirtschaft wichtigen Länder, befinden sich in einem Wettstreit um die niedrigsten Zinsen, weil damit die Währungskurse der eigenen Währung niedrig gehalten werden sollen. Eine günstige Währung verschafft günstige Bedingungen für Waren-Exporte. Es kann nicht vorausgesagt werden, wie lange das Spiel der Notenbanken weiter geht, das den Namen trägt: „Ich mach mir die Währung wie sie mir gefällt“.

Macht eine Lebensversicherung noch Sinn

Eine kapital gebundene Lebensversicherung ist ein auf Langfristigkeit ausgelegter Vertrag, der nahezu über die Hälfte der Lebenszeit eines Menschen läuft. Auf eine Veränderung am Zinsmarkt kann deshalb nicht kurzfristig reagiert werden. Im Hinblick auf die dringend erforderliche Vorsorge sollte die klassische Lebensversicherung deshalb nicht als „out“ gebrandmarkt werden. Vielleicht kann über einen privaten Anlage-Mix eine akzeptable Rendite erzielt werden. Die Lösung könnte lauten: Von dem Betrag, der monatlich für die Vorsorge zurückgelegt werden soll, gehen 75 % in eine Lebensversicherung und 25 % in einen Investmentfonds. Da darf es dann auch etwas spekulativer zugehen, wenngleich damit ein höheres Anlagerisiko verbunden ist. Oder soll der Vertrag als auf einem Fonds basieren. Es gibt einige Varianten, die entdeckt werden möchten.

Wo gibt es die beste Lebensversicherung mit dem besten Tarif

Ein Vergleich verschiedener Tarife und Versicherungsgesellschaften ist aufgrund des ungünstigen Zinsumfeldes wichtiger denn je. Auch der Aspekt der vorzeitigen Auflösung des Vertrages sollte vor Vertragsschluss bedacht werden. Es gibt viele Faktoren, die sich außerplanmäßig ergeben, denn ein Lebensversicherungsvertrag wird meist mit einer Laufzeit von mehreren Jahrzehnten abgeschlossen. Jeder zweite Vertrag in Deutschland wird nicht wie geplant bis zum Laufzeitende bespart. Ein großer Teil der Verträge wird vorzeitig gekündigt, ein kleinerer Teil der Verträge läuft beitragsfrei weiter und in geringem Umfang werden Verträge verkauft. Die Versicherungsgesellschaft zahlt den Sparanteil plus, sofern vorhanden, Gewinnanteile zurück. Sie behält von den gezahlten Prämien Abschlussprovisionen, Verwaltungskosten und die rechnerischen Todesfallkosten ein. Die Rückzahlung der gezahlten Prämien ist daher meist mit einem dicken Verlust verbunden. Folgende Überlegungen sollten daher angestellt werden: Wie hoch ist das monatliche Budget für die Lebensversicherungs-Prämie? Ist die Anschaffung einer Immobilie geplant und kann die Lebensversicherungs-Prämie dennoch geleistet werden? Wie lange soll der Sparvorgang laufen? Welche Ziele werden mit dem Abschluss eines Lebensversicherungsvertrages verfolgt und werden diese damit erreicht? Jetzt sind Sie startklar für den Tarifrechner.

Alternative: Die Risikolebensversicherung

Genaugenommen besteht eine Lebensversicherung aus zwei Verträgen. Ein Teil der Versicherungsprämie deckt das Todesfallrisiko ab. Der deutlich größere Teil der Prämie wird angespart und dem Versicherungsnehmer ausgezahlt, sofern der Todesfall nicht während der Laufzeit eintritt. Somit handelt es sich bei der Lebensversicherung um eine Kombination aus einem Sparvertrag mit einer Versicherung des Todesfalls.

Da Versicherungen schon seit längerer Zeit keine guten Renditen mit dem Sparkapital ihrer Kunden erzielen, ist es überlegenswert, die beiden, in der Lebensversicherung verbundenen, Verträge aufzusplitten. Als Alternative bietet es sich an, einen separaten Sparvertrag (ETF, Fonds, direkte Aktienanlage usw.) plus eine Risikolebensversicherung abzuschließen. Die Risikolebensversicherung kostet, ohne den Sparanteil in der Lebensversicherung, deutlich weniger an Versicherungsprämie. Sollte es einmal nicht so gut um die Finanzen bestellt sein, wer kann schon wissen, was in den nächsten 20 oder 30 Jahren passiert, besteht bei diesen Verträgen nicht das Problem, diese stilllegen oder kündigen zu müssen, was regelmäßig zu erheblichen Verlusten führt. Zudem kann der Vertrag zeitlich enger befristet werden. Ist z. B. der Hauskredit zurückgezahlt, kann auf die Versicherung unter Umständen vorzeitig verzichtet werden.

Ergänzung zur Alternative: Pflegezusatzversicherung

Aufgrund der stark gestiegenen Lebenserwartung ist eine Unterstützung durch eine ambulante oder stationäre Pflege oftmals nötig. Die Rentenzahlung reicht in aller Regel nicht aus, um die stationäre Unterbringung in einem Pflegeheim daraus komplett bezahlen zu können. Die Deckungslücke muss dann durch den Verbrauch des Vermögens finanziert werden. Ist kein Vermögen vorhanden, gleicht das Sozialamt den Fehlbetrag aus, holt sich die verauslagten Gelder jedoch nach Möglichkeit von den Kindern des Pflegebedürftigen zurück.

Die Pflegebedürftigkeit ist mitunter für einen langen Zeitraum gegeben. Je nach Größe der Differenz zwischen der Rente und den gesamten Aufwendungen für die Pflege kommt also ein erheblicher Betrag zusammen, der das angesparte Vermögen mindert. Soll der Vermögensverzehr und die mögliche Inanspruchnahme der Kinder vermieden werden, kann die Pflegezusatzversicherung als Anker nutzen. Das Banner auf der linken Seite des Beitrages führt zum Konditionsvergleich der Pflegezusatzversicherungen.  

Riester- und Rürup Rente mit staatlicher Förderung!

Weitere Alternativen und Kombinationsmöglichkeiten zu den vorgenannten Verträgen stellen zwei staatlich geförderte Renten-Verträge dar. Es handelt sich dabei um die Riester- und um die Rürup-Rente. Der Abschluss der Riester-Rente ist mit Zulagen und steuerlichen Vorteilen verbunden. Durch die Rürup-Rente werden während der Erwerbszeit steuerliche Vorteile erzielt, da die Beiträge als Sonderausgaben geltend gemacht werden können. Mit Beginn der Rentenzahlung fallen Steuern an, die aufgrund der geringeren Steuerlast niedriger sind, als die vorherige Steuerentlastung. Bei den Verträgen lohnt sich ein Blick auf die Kosten. Diese fallen teilweise recht hoch aus. Anbieter mit hohen Kosten vertrauen wohl darauf, dass der Kunde bei staatlich geförderten Produkten nicht so genau hinschaut. Der gleichzeitige Abschluss einer Riester- und einer Rürup-Rente ist möglich. Die Bestimmungen der Rürup-Rente entsprechen weitestgehend den Bedingungen der gesetzlichen Rentenversicherung. Inwieweit die Beiträge zur Rürup-Rente steuerlich in Abzug gebracht werden können, hängt von der Höhe der Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung ab. Sofern in die gesetzliche Rentenversicherung der Höchstbetrag eingezahlt wird, können noch rund EUR 9.050 in die Basisrente eingezahlt werden. Davon werden jedoch nur rund 85 % steuermindernd wirksam, während 100 % der späteren Rente zu versteuern sind. Die beiden Tarifrechnern bringen Licht in den Dschungel.

Versicherung der Einkommensverluste im Zuge einer Berufsunfähigkeit

Der Titel dieses Beitrages ist bewusst sperrig gewählt. Meistens wird die in Rede stehende Versicherung als Berufsunfähigkeitsversicherung tituliert oder als Versicherung gegen Berufsunfähigkeit.
Natürlich wissen wir, dass es keine Versicherung gegen eine Berufsunfähigkeit geben kann und es folglich darum geht, die finanziellen Schäden aus einem wahrscheinlichen eintretenden Einkommensverlust aufzufangen. Was aber bedeutet das genau? Wie lange zahlt die Versicherung eine BU-Rente? Wie hoch wird die BU-Rente ausfallen? Welche Beiträge müssen aufgewendet werden, damit die BU-Rente auskömmlich ist?
Mit diesen Fragen beschäftigen sich viele Arbeitnehmer und Selbständige erst, wenn man Zeit hat, sich um das Thema zu kümmern. Aus der Vergessenheit gelangt die nicht vorhandene BU-Rente nur dann, wenn wieder einmal die Rede von einer Person ist, die ihren Beruf nicht mehr ausüben kann, jedoch finanzielle Verpflichtungen bedienen und eine Familie mit ernähren muss.
Die Wahrscheinlichkeit, von einer Berufsunfähigkeit betroffen zu werden, ist hoch. Der prozentuale Anteil der Personen, die ihren Beruf nicht bis ins Rentenalter ausüben können, variiert je nach Geschlecht und Alter zwischen 29 % und 43 %. Ursächlich sind dafür vor allem um folgende 3 Erkrankungsformen:

  • Beschwerden am Bewegungsapparat
  • Psychische Störungen
  • Krebserkrankungen

Berufsunfähigkeit tritt ein, wenn eine versicherte Person ihren zuletzt ausgeübten Beruf für mindestens 6 Monate nicht ausüben kann, was durch ein ärztliches Attest bestätigt sein muss.

Der Abschluss einer BU-Rente war bis zu einer Änderung im Jahr 2001 für rentenversicherte Arbeitnehmer nicht unbedingt erforderlich. Bis zu diesem Termin gab es praktisch für diesen großen Personenkreis eine gesetzliche Rente, wenn der Beruf nicht mehr ausgeübt werden konnte. Diese staatliche BU-Rente wurde durch die Erwerbsminderungsrente, natürlich mit wesentlich schlechteren Leistungen, ersetzt. Insbesondere ist es schwer, eine Erwerbsminderungsrente bewilligt zu bekommen. So reicht es nicht aus in seinen angelernten Beruf nicht mehr arbeiten zu können. Wer als Schreiner nicht mehr arbeiten kann, muss sich nach einer anderweitigen Beschäftigung (Taxifahrer, Pförtner usw.) umsehen. Ob die Tätigkeit allgemein als gleichwertig angesehen und bezahlt wird, spielt keine Rolle. Personen mit Beeinträchtigungen, die noch 6 Stunden pro Tag arbeiten können, erhalten keine Erwerbsminderungsrente. Psychische Beeinträchtigungen werden bei der Erwerbsminderungsrente nicht anerkannt.
Es muss daher festgestellt werden: Personen, deren Gesundheit stark angegriffen ist, haben in Deutschland keine Versorgungssicherheit, sofern keine eigene Vorsorge getroffen wird. Erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen können zum Verlust des Arbeitsplatzes führen. Damit einher gehen finanzielle Probleme, die eine sicher geglaubte Existenz ruinieren können.

Wie entsteht eigentlich die Crypto-Währung Bitcoin?

Im dem Video (rechts) ist das Prinzip der Bitcoin-Schürfung beschrieben. Dabei wird die Thematik etwas vereinfacht. Wer sich zunächst einmal einen Überblick über das Thema verschaffen möchte, kann sich direkt das Video ansehen. Wer es etwas genauer wissen will, findet unter dem Video einige Anmerkungen.

In dem Video wird von einer Bitcoin-Technik gesprochen. Tatsächlich handelt es sich bei der Technik um die sogenannte Block-Chain-Technologie, ohne die Crypto-Währungen wie der Bitcoin nicht herstellen werden können. Die Block-Chain-Technologie kann ihrerseits auf Crypto-Währungen verzichten. Die Technologie kann in ganz anderen Bereichen Verwendung finden. Sie könnte zum Beispiel einmal die Grundbücher in den Grundbuchämtern ersetzen. Viele weitere Einsatzbereiche, bei denen es um eine langfristig verlässliche Dokumentation von Werten und Ansprüchen geht, sind denkbar.

Was also ist die Block-Chain-Technologie? Der Buchungsverkehr zwischen einer Bank und einem Kunden wird auf dem Computer der Bank abgewickelt. Es gibt somit nur einen Computer, der Gutschriften und Belastungen verbucht. Was passiert bei einem Angriff auf den Computer durch Hacker? Wie kann ein Bankkunde sein Guthaben zweifelsfrei nachweisen? Die Block-Chain-Technologie ermöglicht dem Eigentümer von Crypto-Währungsguthaben selbst den Nachweis über sein Guthaben führen zu können. Hierzu werden alle Transaktionen auf vielen Computern in der ganzen Welt gespeichert, die alle die gleichen Informationen speichern, voneinander jedoch unabhängig laufen. Es ist für einen Hacker unmöglich alle Computer aufzuspüren und zu knacken, zumal das Crypto-Geld selbst aus einem unglaublich langen Code besteht.

Wie wird nun die Crypto-Währung Bitcoin geschürft? Die Geldtransfers innerhalb von 10 Minuten werden zu einem Block zusammengefasst. Es handelt sich dabei um etwa 4.200 Transaktionen. Mit einer frei zugänglichen Software wird dann ein Code-Schlüssel für diesen Block errechnet. Daran beteiligen sich eine unbekannte Anzahl von Schürfern, die untereinander in einen Wettbewerb eintreten. Der Schürfer der zuerst einen fehlerfreien Schlüssel errechnet hat, wird dafür mit Bitcoins entlohnt, die neu in Umlauf gebracht werden. Deshalb wird der Vorgang als schürfen bezeichnet. Derzeit soll die Vergütung 9 Bitcoins für die erfolgreiche Ermittlung eines Zahlencodes für einen Block (also die Zusammenfassung von 4.200 Transaktionen in 10 Minuten) betragen. Zudem wird eine Vergütung, in unbekannter Höhe, für die fortlaufende Speicherung aller Bitcoin-Guthaben und Transaktionen gezahlt. Der Schürfer verdient also am Schürfen und an der Verwaltung der von ihm verschlüsselten Blocks. Die Vergütung verändert sich nach einem nicht öffentlichen Plan, der vorsieht, dass die Vergütung für das Schürfen nach und nach gegen null tendiert und dafür die reine Verwaltung besser vergütet wird. Da es ab einem bestimmten Punkt keine weiteren Bitcoins geben soll bzw. geben kann, ist die Anpassung des Vergütungsschlüssels eine logische Folge. Es kann sich jede Person am Schürfen der Bitcoins beteiligen. Dazu muss einfach die erwähnte Software heruntergeladen werden. Die erforderliche Rechnerkapazität ist allerdings enorm hoch. Nur Hochleistungsrechner bringen die technische Voraussetzung mit, zumindest hin und wieder der Erste zu sein, der einen Code ermittelt hat und die Vergütung erhält. Solche Hochleistungsrechner füllen ganze Hallen und benötigen einigen Strom. Wirtschaftlich ist das Schürfen von Bitcoins in Deutschland nicht mehr möglich, da der Strompreis durch enorme Steuern und Umlagen sehr hoch ist. Konkurrenzfähige Strom-Konditionen sind in Island zu finden, da der Strom durch die besonderen Naturgewalten nahezu kostenfrei gewonnen und nicht durch Steuern plus Umlagen zum Luxusgut aufgepeppt wird. Es gibt bereits einige "Bitcoin-Schürfer", die in Island große Rechenanlagen aufgebaut haben. 

Wie viel ist ein Bitcoin wert und wird sein Wert weiter steigen?

Auch wenn niemand den wahren Bitcoin-Wert kennt und die weitere Kursentwicklung vorhersehen kann, stellt seine bloße Existenz eine Zäsur für die Menschheit dar, denn gerade die jüngeren technikaffinen Generationen, sehen in anonymen Geldsystemen, mit weltweiter Funktionalität, eine politische Befreiung. Der Bürger eines Landes mit einem diktatorischen Regime kann sein Vermögen in Crypto-Währungen anlegen. Sollte es nötig sein, das Heimatland zu verlassen, lagert sein Geld in Form von Codes auf Computern, die auf der ganzen Welt verstreut sind. Es gibt nicht wenige Marktbeobachter, die den jüngsten Anstieg der Bitcoin-Währung von Euro 4.000 auf über Euro 11.000 auf die Nachfrage von Menschen zurückführen, die sich sorgen, ihr Heimatland verlassen zu müssen.

Die private Rentenversicherung ist ein beliebter Vertrag zur Aufbesserung der gesetzlichen Rente oder als Alleinrente für Personen, die nicht über eine gesetzliche Rentenversicherung verfügen. Aufgrund des Niedrigzinsumfeldes ist die mögliche Rentenausschüttung in den letzten Jahren deutlich gesunken, zumal die Versicherungsgesellschaften von Versicherungsnehmern ausgehen muss, die immer älter werden und daher immer länger Leistungen beziehen.

Rentenversicherungsverträge können als langfristige Sparverträge schon in jungen Jahren abgeschlossen werden. Ferner ist es möglich, eine Einmalzahlung vor dem Rentenbeginn einzuzahlen. Die Rente muss versteuert werden. Bei einem Renteneintritt mit 60 Jahren beträgt der steuerpflichtige Rentenanteil 22 %. Bei einem Renteneintritt mit 65 Jahren beträgt der steuerpflichtige Rentenanteil noch 18 %, er sinkt also um 1 % pro späterem Eintrittsjahr in die Rente, gerechnet ab dem sechzigsten Lebensjahr.

Die Alternative zum Abschluss eines Rentenversicherungsvertrages mit einer Einmalzahlung besteht in der Möglichkeit eine Anlagealternative zu wählen. Die Beleuchtung aller Aspekte hinsichtlich Sicherheit, Rendite und Steuern erfordert einen gründlichen Vergleich aller Alternativen. Bevor ein Vergleich der verschiedenen Anlagemöglichkeiten durchgeführt werden kann, ist zunächst die Ermittlung eines guten Rentenversicherungsvertrages sinnvoll. Hierzu bietet der nebenstehende Tarifvergleich hilfreiche Dienste. 

 

Haftpflicht, Kasko- und Teilkasko, Unfallversicherung, Schutz und Verkehrs-Rechtsschutzversicherung

In Deutschland ist der Abschluss einer Haftpflichtversicherung für den Betrieb von Fahrzeugen im Straßenverkehr eine gesetzliche Verpflichtung. Verursacht der Versicherungsnehmer einen Verkehrsunfall, werden die Schäden des Unfallgegners ersetzt. Eine Erweiterung des Versicherungsschutzes auf Schäden am Fahrzeug des Unfallverursachers ist möglich. Neben der Haftpflichtversicherung werden dann Teil- oder Vollkasko-Versicherungen abgeschlossen. Die Erweiterung des Versicherungsschutzes ist insbesondere dann sinnvoll, wenn es sich um ein hochwertiges Fahrzeug handelt. Wird das Fahrzeug mittels Ankaufkredit oder Leasing finanziert, kommt es vor, dass der Kredit- oder Leasing-Geber dem Fahrzeughalter den Abschluss einer Kasko-Versicherung als Finanzierungsbedingung auferlegt.

Der Versicherungsschutz kann darüber hinaus um eine Unfallversicherung für die Fahrzeuginsassen, einen Schutzbrief mit verschiedenen Schutzvarianten und um eine Verkehrs-Rechtsschutzversicherung erweitert werden. Meist ist eine Unfallversicherung für die Fahrzeuginsassen nicht erforderlich, da andere Versicherungen greifen und einen ausreichenden Schutz bieten. Zahlreiche Versicherungsfachleute urteilen über diese Versicherung: Eine der unsinnigsten Policen im Versicherungsangebot.

Für den Abschluss einer KFZ-Versicherung für ein Auto oder ein Motorrad ist ein Vergleich der Konditionen sinnvoll: Link zum Vergleichsrechner 

Motorräder in Deutschland
Die Zahl der in Deutschland zugelassenen Motorräder (Krafträder ab einem Hubraum von 80 cm³) brach in den Jahren 2007 bis 2008 deutlich von rund 5,5 Millionen auf nur noch knapp über 3 Millionen ein. Seitdem hat sich die Zahl der zugelassenen Krafträder kontinuierlich auf etwa 4,4 Millionen erhöht. Das Potenzial für eine weitere Steigerung der Zulassungszahlen ist enorm, verfügen doch rund 15 Millionen Menschen in Deutschland einen Motorradführerschein. Die meisten Biker gibt es in dem Flächenland Bayern. Einen Anteil von 10 und mehr % der zugelassenen Fahrzeuge gibt es nur in 12 Regionen Deutschlands, die alle in Bayern gelegen sind. Aber auch in Berlin gibt mit 100.000 zugelassenen Bikes viele Zweiradfahrer, die das bessere Vorankommen in der verkehrsreichen Stadt schätzen. Das nahe Umland bietet zudem ein vielfältiges Angebot an Cruiser-Strecken. Neben der deutschen Marke BMW behaupten sich die japanischen Marken Kawasaki, Yamaha, Honda und Suzuki als Verkaufsschlager in Deutschland. In der jüngsten Vergangenheit konnte der amerikanische Hersteller Harley Davidson zu diesem Club aufschließen. 
Motorräder verfügen über eine lange Lebensdauer
Während ein PKW als Oldtimer gehegt und gepflegt wird, sind zugelassene Motorräder im Oldtimer-Alter meist noch voll alltagstauglich. Daher ist das durchschnittliche Alter der zugelassenen Motorräder mit 14 Jahren recht hoch, während das durchschnittliche Alter der zugelassenen Autos nur 9,3 Jahre beträgt. Elektrofahrzeuge spielen bei den Motorrädern, wie bei den Autos, derzeit keine nennenswerte Rolle. 

Wechsel der KFZ-Versicherung

Eine KFZ-Versicherung kann mit einer Frist von 4 Wochen zum Ende des Versicherungsjahres gekündigt werden. Eine Kündigung ist somit bis zum 30.11. eines jeden Jahres möglich, wenn das Versicherungsjahr am 31.12. endet. Wer die Versicherungsgesellschaft wechseln möchte, sollte unbedingt prüfen, wann das Versicherungsjahr bei seiner Gesellschaft endet. Es gibt nämlich auch Versicherungen, bei denen das Versicherungsjahr vom Kalenderjahr abweicht. Man kennt diese Praxis auch von Firmen aus anderen Branchen, bei denen das Geschäftsjahr zum Beispiel zum Ende des Monates September endet.

Absetzung der KFZ-Versicherung bei der Steuer

Das Finanzamt erkennt nur den Haftpflichtanteil der KFZ-Versicherung als Sonderausgaben in der Steuererklärung an. Ausgaben für eine Teilkasko- oder Vollkasko-Versicherung können hingegen nicht abgesetzt werden. Das gilt auch für Kosten eines Schutzbriefes und einer Verkehrsrechtsschutzversicherung. Eine Ausnahme gilt bei der Rechtsschutzversicherung, wenn die Rechtsschutzversicherung aus beruflichen Gründen (Berufskraftfahrer, Außendienst und andere) besteht.
Wer braucht eine private Haftpflichtversicherung?
• Berufstätige mit abgeschlossener Ausbildung und Auszubildende oder studierende, die bereits voll berufstätig waren
• Nicht berufstätige Personen die einen eigenen Hausstand haben (auch wenn es sich dabei um eine WG handelt) und Personen, die bei ihren Eltern leben, jedoch das 26. Lebensjahr vollendet haben.
Benötigen Paare zwei Versicherungen?
Ehepaare und unverheiratete Paare benötigen nur eine Haftpflichtversicherung. Ziehen zwei Personen zusammen, die beide über einen Haftpflichtversicherungsschutz verfügen, kann ein Vertrag ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist aufgelöst werden.
Für welche Bereiche müssen gesonderte Versicherungen abgeschlossen werden?
• Tierhaltung (Pferde, Hunde und große Aquarien)
• Gewässer Schäden (für Eigentümer eines Hauses, das mit einer Ölheizung beheizt wird)
• Motorboote (für eigene und auch geliehene oder gemietete Boote)
• Surfbretter und Segelboote
• Motorbetriebene Modellflugzeuge und Drohnen
• Jagd
Welche Schadenshöhe sollte versichert werden?
Da mögliche Schäden enorme finanzielle Ausmaße annehmen können, sollte die Deckungssumme möglichst hoch gewählt werden, zumal eine hohe Deckungssumme nur zu einer geringfügigen Erhöhung der Versicherungs-Prämie führt. So kostet eine Deckungssumme von 10 Millionen Euro nur etwa 1 Euro mehr pro Monat im Vergleich zu einer Police mit einer Deckungssumme von 5 Millionen Euro.


Wer benötigt eine Hausratversicherung?
Eine Hausratversicherung deckt Schäden durch Brand, Wasser, Unwetter, Einbruch und Vandalismus. Somit sind alle Gegenstände in einer Wohnung oder einem Haus versichert. Die erforderliche Versicherungssumme wird anhand der Wiederbeschaffungswerte berechnet. Befinden sich in einem Haushalt besonders wertvolle Gegenstände wie Gemälde und Schmuck, müssen die in der Wertfindung berücksichtigt werden. Auch eine Dokumentation (Gutachten, Kaufbelege) sollten an einem sicheren Ort verwahrt werden. Ob eine Hausratversicherung benötigt wird, hängt davon ab, ob der Verlust des gesamten Hausstandes als dramatisch empfunden wird. Wer sich in diesem Punkt nicht ganz sicher ist, sollte den Wiederbeschaffungswert aller Haushaltsgegenstände bewerten und dann die Höhe der Versicherungsprämie über den Hausratstarifrechner ermitteln.

Größere und kleinere Anschaffungen erfordern hin und wieder die Aufnahme eines Kredites. Früher war das keine große Sache, hatte man doch eine Hausbank und persönliche Ansprechpartner. Ein Kreditbedarf konnte so schnell gedeckt werden. Heute ist die Anbindung an eine Hausbank in dieser Form nicht mehr gegeben. An die Stelle der Verbundenheit mit einer Bank ist die Vielfalt gerückt und anstatt der persönlichen Vorsprache bei der Bank erfolgt die Kreditaufnahme und Abwicklung per Internet. In stärkerem Ausmaß als früher ist es allerdings wichtig, dass der Hintergrund des Kredites und der angefragte Kreditgeber zusammenpassen. Nachfolgend sind mögliche Ausgangssituationen aufgeführt. Wenn Sie kein passendes Beispiel für Ihren Bedarf finden, bitten wir um Kontaktaufnahme per E-Mail oder Telefon.

Immobilienfinanzierung

Die Zinsen sind sensationell günstig. Daher denken viele über den Kauf einer Immobilie nach. Trotz günstiger Zinsen muss hier unbedingt das günstigste Angebot gewählt werden. Schon geringe Konditionsunterschiede können einige tausend Euro kosten, da die Darlehen lange laufen und es sich meist um hohe Summen handelt.

Kredite für kleine und mittlere Unternehmen

Gerade, wenn der Finanzierungsbedarf eher bescheiden ist, kann es für kleinere und mittlere Unternehmen schwer sein, eine Finanzierungszusage zu erhalten. Die Betreuung eines Unternehmens bedeutet für eine Bank einen nicht unerheblichen Aufwand. Daher werden von Banken Eckgrößen für das Firmenkundengeschäft vorgegeben, die außer dem Mindestfinanzierungsvolumen noch weitere Vorgaben beinhalten.

Kredit für Selbständige

Freischaffende, die unter Umständen erst starten, haben praktisch kaum Chancen, einen Kredit zu erhalten, es sei denn der Kreditsucher kann vermitteln, dass er voll und ganz für sein Projekt „brennt“ und welche wichtige Dienstleistung oder gesuchte Handwerkskunst mit dem Kredit zur Blüte verholfen werden kann.

Kredit ohne Schufa-Auskunft

Für Kredite ohne die Einholung einer Schufa-Auskunft gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Prüfung der Schufa plus Bereinigung der Auskunft (Fehler, veraltet usw.)
  • Beantragung eines Kredites trotz negativer Schufa (Negativmerkmale können erläutert werden, oft in Verbindung mit Ex-Partnerschaft)
  • Kreditbeantragung bei einer Bank im Ausland, die nicht an die Schufa angeschlossen ist (sicheres Einkommen = Voraussetzung)
  • Beantragung eines Kredites bei einem privaten Kreditpool

Darlehen ohne Einkommensnachweis

Es handelt sich um einen Kredit gegen Sicherheiten (meist Immobilien) die bis zu etwa 50 % des Verkehrswertes beliehen werden, auch wenn ein Einkommensnachweis nicht vorgelegt werden kann oder soll.

Autokredit

Die Finanzierung eines neuen Wagens über einen Autokredit ist derzeit zu günstigen Konditionen möglich. Im Autohaus ist der Kreditnehmer ein gerne gesehener Barzahler, dem gerne ein Rabatt eingeräumt wird. Ob der Kredit da überhaupt noch etwas kostet?

Leasing für Firmen und Selbständige

Für Firmen und Selbständige ist es wichtig immer mit einer modernen Geschäftsausstattung an den Start zu gehen. Gerade die Gerätschaften mit einem höheren Anschaffungsvolumen sind ideale Objekte für die Finanzierung per Leasing.

Short & Long sind die Basis einer umsichtigen Anlagestrategie

In Deutschland gibt es bedenklich wenige Aktionäre. Diese Tatsache lässt vermuten, dass der allgemeine Wissensstand rund um das Thema Wirtschaft und Kapitalanlage gering ist. Betrachtet man die Entwicklung der großen Aktienwerte seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, konnte mit diesen Aktien seit nunmehr 70 Jahren eine gute Rendite erzielt werden, die Anleihe oder Sparbuchrenditen weit hinter sich lässt. Vor dem Kauf von Aktien schrecken jedoch viele Anleger in Deutschland zurück. Merkwürdig ist, dass es gleichzeitig eine große Anzahl von Anlegern gibt, die nicht davor zurückschrecken, ihr Kapital am sogenannten grauen Kapitalmarkt anzulegen. Die dort angebotenen Anlagen basieren oft auf komplexen und schwer zu durchschauenden Vertragskonstruktionen, schaffen jedoch scheinbar mehr Vertrauen als der Kauf von Aktien einer deutschen Aktiengesellschaft mit hervorragendem Ruf, die in jedem Quartal öffentlich bekannt macht, wie ihre Geschäfte laufen.

Natürlich muss festgehalten werden, dass es der deutsche Anleger in der Vergangenheit nicht leicht hatte, sich am Handel mit Aktien angemessen zu beteiligen. Lange Zeit war das sogenannte Front-Running der Wertpapiermakler erlaubt. Sie nutzten lange Zeit ihren Wissensvorsprung zulasten der Kleinanleger aus. Vor allem aber konnte der Kleinanleger nur „long“ gehen, während den professionellen Marktteilnehmer beide Kursrichtungen Gewinne versprachen. Sicherlich können Gründe geltend gemacht werden, die für eine Begrenzung des spekulativen Aspekts für den Kleinanleger sprechen. Es darf jedoch auch vermutet werden, dass die Beschränkung nicht nur vorsorglich erfolgte. Wer teilt schon gerne seine Pfründe. Die Deutsche Börse sichert sich noch immer ihren Vorteil bei den Kursnotierungen, die nur mit einer Zeitverzögerung von 15 Minuten an die Öffentlichkeit gelangen. Realtimekurse erhalten nur institutionelle Anleger, die dafür hohe Gebühren zahlen. Auch der Blick ins Orderbuch wird nur dem zahlenden Profi gestattet. Die Bedingungen beim Kauf von Aktien sind für den Privatanleger gegenüber dem Profi ungerecht, da der Blick ins Orderbuch marktgerechte Limits ermöglicht. Die Bedingungen für Privatanleger sind somit noch nicht ideal. Nutzen sollte der Privatanleger daher einige Instrumente, die zumindest teilweise Abhilfe schaffen.

Als Käufer oder Verkäufer von Aktien sollten man den aktuellen Kurs kennen. Eine gute Möglichkeit aktuelle Notierungen zu erfahren, bietet der Wertpapiermakler Lang & Schwarz, der selbst einen Index ermittelt, der nur geringe Abweichungen zum Original-Dax aufweist. Siehe Lang & Schwarz oder GodmodeTrader.

Es gibt eine Reihe weiterer Handelsmöglichkeiten, von denen Privatanleger, meist aus vorgeschobenen Gründen, ausgeschlossen werden. Glücklicherweise eröffnet die Globalisierung Privatanlegern den Weg zu international tätigen Anbietern, die eine Fülle von Anlagemöglichkeiten anbieten. Bekannt sind einige Broker, die den CFD- und Forex-Handel nach Deutschland gebracht haben. Es handelt sich dabei um gehebelte Produkte mit hohem Gewinn- und Verlustpotenzial. Damit das Verlustpotenzial beherrscht werden kann, ist es notwendig sich einiges an Wissen anzueignen. Viele Broker ermöglichen den Handel mit einem Musterdepot. So verfügt der Privatanleger über die Möglichkeit, hochwertige Chart- und Handelssysteme kostenlos nutzen zu können. Ohne Risiko kann so erfahren werden, wie es sich anfühlt, zwischen long und short auswählen zu können. Den Stimmen, die jetzt „Achtung Risiko“ rufen sei bestätigt: Hebelprodukte bergen das Risiko hoher Verluste. Sie ermöglichen es jedoch auch, in steigenden und fallenden Märkten gleichermaßen aktiv zu sein und können. Ferner können sie zur Kurssicherung (hedging) eingesetzt werden und vor großen Verlusten bewahren. Daher muss eine spekulative wie eine konservative Anlagestrategie „Short-Positionen“ erlauben. 

Golden Cross vs. Dax-Performance

Der Golden-Cross-Filter zeigt Werte, bei denen der Durchschnittskurs der letzten 50 Handelstage den Durchschnittswert der letzten 200 Handelstage übertrifft, nachdem sich dieser Wert vorher unterhalb dieser Marke befunden hatte. Das Ereignis, dass die 50-Tageslinie die 200-Tageslinie von „Süd nach Nord“ durchstößt, wird allgemein als eindeutiges Kaufsignal gewertet, während das Abfallen der 50er Tagelinie unter die 200er Tageslinie als deutliches Verkaufssignal gilt. Man spricht dann vom Death Cross. 

Historisch gesehen hat sich beim Dax innerhalb seiner 60-jährigen Geschichte das Golden Cross Phänomen 36 Mal ereignet. Bisher ist es im Dax meist zu guten Kursgewinnen gekommen, wenn sich das Golden Cross Signal abgezeichnet hat. Allerdings ist das Signal kein Zündstoff für eine Kursrakete. Vielmehr benötigt der Dax viel Kraft, bis das Golden Cross greifbar wird. Es ist daher nicht verwunderlich, dass der Dax knapp über den Golden Cross Niveau erst einmal konsolidiert. Aus einer Konsolidierung kann auch ein Kursabschwung entstehen. Daher muss, wie eigentlich immer, genau beobachtet werden, ob tatsächlich weitere Kursgewinne entstehen oder sich das Erreichen des Golden Cross als Fehlsignal erweist. Bei einem weiteren Kursanstieg muss das nächste Dead Cross, durchschnittlich, erst in rund einem Jahr erwartet werden. Zeit genug also, einen schönen Zugewinn verbuchen zu können. Zumindest historisch gesehen hat der Dax den größten Teil seiner Kurszuwächse nach dem Erreichen der Golden Cross Marken erzielt.

Anleger, die das in Rede stehende Signal als Einstiegschance betrachten, können sich mithilfe von Software-Tools und Informationsdienste über neue Golden Cross Signale informieren. Zahlreiche Broker und Banken bieten ihren Kunden hierzu Programme an, die Kunden oftmals kostenfrei nutzen können. Über Finanzmarktportale, Bank- und Brokermitteilungen können Informationen kostenlos oder per Abonnement bezogen werden. Auf Facebook und Twitter sind zahlreiche Informationskanäle zu finden, über die zeitnahe Mitteilungen anbieten. Das bedeutet nicht, dass jede Mitteilung über ein neues Signal zu einer Kauforder führt, zumal die oben erwähnte Konsolidierung ein Zeitfenster öffnet, das genutzt werden kann, den besten Wert unter den ohnehin guten Werten, zu finden.   

Zur Veranschaulichung folgen zwei Videos in englischer Sprache, die das Kaufsignal näher beleuchten. Die Bedeutung des Signals dürfte nicht nur für den Trader mit einem mittleren bis langen Anlage-Hintergrund interessant sein, weil die Erreichung der weithin beachteten Marke Bewegung in dem zugrunde liegenden Papier verspricht, die auch für den Day-Trader interessant ist.

A la hausse, die Spekulation auf „stark“ steigende Kurse

Der Privatanleger kann, wie der Profi nahezu alle Anlage-Instrumente erwerben. Über den möglichen Hebel-Effekt sind die Gewinnmöglichkeiten bei Derivaten höher als beim Erwerb von Wertpapieren, die vor allem dem mittel- und langfristigen Vermögensaufbau dienen. Auch schwächere Marktphasen können mit Wertpapieren überstanden werden. Bei Derivaten führen auch kleine Marktschwankungen zu realisierten Verlusten, weil das hohe Verlustrisiko relativ enge Stopp-Kurse erfordert. So kommt es häufig vor, dass ein Derivate Händler Verluste realisieren muss, obwohl sich der Markt, mit Schwankungen, in die von ihm erwartete Richtung bewegt.

Bei langfristigen Aktien-Anlagen lohnt sich ein Blick auf die Dividendenpolitik des Unternehmens, an dem man sich beteiligen möchte. Es gibt zahlreiche Aktiengesellschaften, die beständig Dividenden ausschütten. Die Aktienkurse dieser Unternehmen entwickeln sich unter Umständen nur bedächtig aber stetig. Das Resultat aus Dividenden und kleineren Kursgewinnen kann in einer ansehnlichen und vor allem beständigen Rendite bestehen. Bei dafür geeigneten Aktien kann die Rendite durch den Verkauf von Call-Optionen weiter gesteigert werden. Der Besitzer von Aktien wird dabei zum Still-Halter in Aktien. Er erklärt sich durch den Verkauf der Optionen bereit, die Aktien zu einem bestimmten Preis und Termin zu verkaufen. Ist der Kurs der Aktien am Verfalltag geringer als der vereinbarte Abgabepreis, wird der Käufer der Option diese nicht ausüben. Der Eigentümer der Aktien kann jetzt weitere Optionen veräußern und weitere Einnahmen generieren.

A la hausse und A la baisse stehen für die Spekulation auf steigende bzw. fallende Kurse. Dennoch können sie nicht als Ereignisse mit einfach umgekehrten Polen betrachtet werden. Für den Einsatz von Derivaten zur Absicherung eines Depots in der Erwartung fallender Kurse gibt es bei steigenden Kursen kein spiegelbildliches Gegenstück. Für den rein spekulativ agierenden Marktteilnehmer wird in der Baisse eher nur der Handel mit Derivaten interessant sein, während für ihn in der Hausse der Kauf von Derivaten, wie auch die Anschaffung von Wertpapieren interessant sein kann. 

Volatilität

Mit der Volatilität wird die Schwankungsbreite eines Wertpapiers oder eines Marktes angegeben. Bewegen sich die Kurse eher seitwärts, ist die Volatilität gering. Spekulationen auf stark fallende oder steigende Kurse lohnen sich in solchen Marktphasen eher nicht. Mit dem Vix gibt es einen Index, mit dem auf die Zu- oder die Abnahme der Volatilität spekuliert werden kann. Da mit dem Instrument nur die Schwankungsbreite, jedoch nicht die Richtung abgebildet wird, kommt ein gut gemanagtes Depot ganz gut ohne Vix aus.  

Sowohl die technische wie die fundamentale Analyse sind Verfahren, die dazu dienen, die künftige Entwicklung von einzelner Werten bis hin zu gesamten Märkten abschätzen zu können.

Fundamentale Analyse

Fundamentale Analysen erfordern unbedingt den Zugang zu Umfassenden und exakten Daten. Ist ein großer PKW-Hersteller Gegenstand einer solchen Analyse, sind Daten über die Entwicklung der gesamten Weltwirtschaft, der Rohstoffpreise und der politischen Situation in wichtigen Abnehmerländern, um nur einige zu nennen, zu erfassen zu bewerten. Die fundamentale Analyse eines Global-Players ist daher ein fortlaufendes Projekt, an dem Fachleute verschiedener Disziplinen arbeiten. Für einen Anleger, der Aktien eines solchen Herstellers erwerben möchte, ist die fundamentale Analyse des Unternehmens nicht zu stemmen. Ein Rückgriff auf Publikationen im Internet und der Presse ist keine perfekte aber akzeptable Alternative.

Technische Analyse

Bei der technischen Analyse wird der vergangene Kursverlauf in grafischer Weise dargestellt, um Muster, Widerstände und Unterstützungszonen ausmachen zu können. Anhand der Erfahrungen aus der Vergangenheit will man mit dieser Methode einen künftigen Kursverlauf skizzieren. Hierzu gibt es zahlreiche verschiedene Verfahren und Indikatoren. Unter der Voraussetzung, dass keine Trefferquote von 100 % erwartet wird, besteht der Vorteil bei der technischen Analyse für den Privatanleger im Verhältnis zum Profi-Trader in der nahezu gegebenen Waffengleichheit. Für Privatanleger gibt es zahlreiche erschwingliche Software-Lösungen für die technische Analyse. Banken, Broker und Onlinedienste bieten ferner kostenlose Systeme an, die denen der Profis entsprechen und meist die Entwicklung eigener Handels-Signale erlauben. Auch ein Gegner der technischen Analyse dürfte anerkennen, dass es zumindest einige technische Signale gibt, die auch ein eingeschworener „Fundamentalist“ beachten sollte. Als Beispiel sollen hier das Golden Cross und das Death Cross genannt werden. Es handelt sich um den Schnittpunkt der Tagesdurchschnittslinie der letzten 50 Tage mit der Tagesdurchschnittslinie der letzten 200 Tage. Wer eine mittel- bis langfristige Anlagestrategie verfolgen möchte, kann vorgenannte Marken zum Ein- und Ausstieg nutzen. Dem Anlage-Profi stehen hierzu auch nur die gleichen Analysemittel zur Verfügung. Privatanlegern stehen heute kostengünstig oder gar kostenfrei Softwareprogramme zur Verfügung, die sich hinter den Profi-Programmen nicht verstecken müssen. Für den Privatanleger, der auf die technische Marktanalyse setzt, besteht deshalb nahezu "Waffengleichheit" im Verhältnis zum professionellen Anleger. Im fundamentalen Bereich sieht das ganz anders aus, zumal der Profi nicht als einzelne Person gesehen werden kann. Vielmehr arbeiten hier zahlreiche Analysten an Einzelthemen wie Länder- und Währungsrisiken. Für die Analyse von Unternehmen gibt es Mitarbeiter, denen die Bilanzen und die Geschäftsaussichten direkt von den Unternehmen, nicht selten direkt vom Vorstand, erläutert werden. Die Zusammenfassung dieser Analysen ist die Unterlage, mit der ein professioneller Händler gegen einen Privatanleger antritt. 

Technische Analyse versus fundamentale Analyse

Natürlich ist es für einen Anleger unabdingbar, sich mit dem Thema Wirtschaft allgemein zu beschäftigen. Dem Privatanleger stehen für umfassende fundamentale Analysen keine ausreichenden Ressourcen zur Verfügung und der Zugang zu erforderlichen Informationen fehlt oft. Daher scheidet die fundamentale Analyse für viele Privatanleger aus. Auch wer der technischen Analyse kein Vertrauen schenken mag, sollte diese nicht ganz aus seinen Überlegungen verbannen. Für jedes Investment sollte bereits beim Einstieg überlegt werden, was passieren soll, wenn sich der Wert nicht wie geplant entwickelt. Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkte können mit der technischen Analyse festgelegt werden. Hierzu soll auf die bereits erwähnten Golden Cross und Death Cross Signale hingewiesen werden, die einen unaufgeregten Handel ermöglichen. Meist genügt es, einmal in der Woche ins Depot zu blicken. Werden für die Depotwerte und die in Beobachtung befindliche Werte Charts angelegt, ist die Depot-Pflege schnell erledigt.

Die technische Analyse hat für den Privatanleger den Charme: Sie ist zeitlich machbar und es stehen hochwertige Softwareprogramme zur Verfügung. Ferner liefert die technische Analyse die Möglichkeit, Werte mit eindeutigen Kauf- oder Verkaufs-Signalen auffinden zu können. Die fundamentale Analyse liefert selten eindeutige Signale. Tut sie es doch, sind also alle Ampeln auf Grün geschaltet, wird sich diese günstige Situation auch aus einem Chart ablesen lassen. Andernfalls gibt es grüne Ampeln für ein Papier, das sich an der Börse gar nicht gut schlägt. Vor solchen Werten kann nur gewarnt werden. Analyse hin oder her.  

A la baisse 

Erwartung: Fallende Kurse (Wertpapier, Währung, Index, Gold und andere)

Ziel: Absicherung vorhandener Vermögenswerte oder Erzielung eines Gewinns

Möglichkeiten:

  • Verkauf CFD Contracts for Difference
  • Leerverkauf
  • Verkauf Future
  • Kauf Put Option

CFD Contract for Difference

Beim Handel von CFD´s, der von vielen Brokern in Deutschland angeboten wird, hinterlegt der Anleger eine Margin (Sicherheitsleistung) die dann gehebelt zum Kauf oder Verkauf von CFD´s genutzt werden kann. Der Hebel für Privatkunden beträgt 1 zu 30 seit dem 01.08.2018 laut einer Bestimmung der Esma. Eine Nachschusspflicht für Privatanleger besteht nicht. Früher waren viel höhere Hebel üblich, die jedoch zu teilweise existenzbedrohenden Verlusten führten, da neben dem Kapitalverlust eine Nachschusspflicht bestand. Für professionelle Händler, die ein Kapital von EUR 500.000 und umfängliche Handelserfahrung nachweisen müssen, beträgt der Hebel 1 zu 500. Eine Nachschusspflicht besteht zudem. Das Verlustpotenzial ist durch die Hebelbeschränkung für den Privatanleger geschrumpft. Die Gewinnmöglichkeiten sind ebenso deutlich kleiner geworden, jedoch immer noch interessant, weil es vor allem auch möglich ist, auf Kursrücksetzer zu setzen. Ein Handel, z. B. als Day-Trader, ist nur möglich, wenn beide Marktrichtungen gehandelt werden können. Mit CFD´s kann ein Anleger sein Aktiendepot auch hedgen. 

Leerverkauf

Der Leerverkauf von Aktien kann als reiner oder gedeckter Leerverkauf erfolgen. Beim gedeckten Leerverkauf auf Termin werden die Aktien gegen eine kleine Leihgebühr ausgeliehen und zum aktuellen Kurs verkauft. Beim ungedeckten Leerverkauf müssen die Aktien zum Liefertermin angeschafft werden. Ziel des Leerverkaufs ist es, die Aktien zum Liefertermin günstiger beschaffen zu können, weil bis dahin ein Kursrückgang erwartet wird. Für den Käufer der leer verkauften Aktien stellt die Transaktion einen Kauf zu einem späteren Termin zum jetzigen Kursniveau dar. Der Käufer möchte sich also das jetzige Kursniveau sicher. Es kann sich bei dem Käufer zum Beispiel um einen Investmentfonds handeln, der zu einer festgelegten Quote in der Aktie investiert sein muss. Für den Privatanleger kommt der Leerverkauf eher nicht in Betracht. Ausgeschlossen von diesem Markt ist der Privatanleger jedoch nicht. Auch ist es dem Privatanleger möglich, seine im Depot befindlichen Aktien für die oben beschriebene Leihe zur Verfügung zu stellen. Als Vergütung erhält der Depot-Inhaber eine Leihgebühr als Vergütung. Die mögliche Leihgebühr sollte mit der Stillhalte-Prämie (siehe Abschnitt A la hausse) beim Verkauf eines Calls verglichen werden. Das Stillhalte-Geschäft ist eine weitere Möglichkeit Geld mit einem Aktiendepot zu verdienen. 

Futures

Beim Verkauf eines Futures verhält es sich wie mit dem CFD. Faktisch handelt es sich um eine Wette. Der Verlust einer Seite ist der Gewinn des Gegenparts. Am Verfalltag ist der Future von beiden Seiten zu erfüllen. Beide Seiten, also Käufer und Verkäufer, können bis zu Verfall wechseln.

Optionen

Im Gegensatz zum Future liegt es am Käufer, ob die Option vom Still-Halter erfüllt werden muss. Befindet sich der Ausübungspreis außerhalb des Geldes, wird der Inhaber der Option am Verfalltag auf deren Erfüllung verzichten. Er verliert dann die gezahlte Put-Prämie, die gleichzeitig seinen maximalen Verlust darstellt. Die Erzielung eines Gewinns mit der Put-Option ist während der Options-Laufzeit möglich, wenn der Kurs der Option steigt, weil der Basiswert fällt. Ferner ist mit der Option ein Gewinn zum Ende der Laufzeit möglich, wenn sich die Option „im Geld“ befindet. Alternativ ist der Verkauf eines Call denkbar. Die Zielstellung beim Verkauf eines Call ist der günstigere Rückkauf desselben, weil sich der Wert durch einen Kursrückgang des Basiswertes ermäßigt und/oder der Wert der Option durch den Zeitablauf geschmälert wird. Zwischen folgenden Optionen wird unterschieden: Im Geld, am Geld, außerhalb des Geldes. Aufgrund des begrenzten Risikos ist der Kauf von Put-Optionen auch für den Privatanleger geeignet. Es ist jedoch erforderlich den Wert der Option mit einer speziellen Software zu berechnen. Ohne den Einsatz eines Options-Rechners ist der Kauf von Optionen nicht sinnvoll.

A la hausse

Der Privatanleger kann, wie der Profi nahezu alle Anlageinstrumente erwerben. Über den möglichen Hebel-Effekt sind die Gewinnmöglichkeiten bei Derivaten höher als beim Erwerb von Wertpapieren, die vor allem dem mittel- und langfristigen Vermögensaufbau dienen. Auch schwächere Marktphasen können mit Wertpapieren überstanden werden. Bei Derivaten führen auch kleine Marktschwankungen zu realisierten Verlusten, weil das hohe Verlustrisiko relativ enge Stopp-Kurse erfordert. So kommt es häufig vor, dass ein Derivate-Händler Verluste realisieren muss, obwohl sich der Markt, mit Schwankungen, in die von ihm erwartete Richtung bewegt.

Bei langfristigen Aktien-Anlagen lohnt sich ein Blick auf die Dividendenpolitik des Unternehmens, an dem man sich beteiligen möchte. Es gibt zahlreiche Aktiengesellschaften, die beständig Dividenden ausschütten. Die Aktienkurse dieser Unternehmen entwickeln sich unter Umständen nur bedächtig aber stetig. Das Resultat aus Dividenden und kleineren Kursgewinnen kann in einer ansehnlichen und vor allem beständigen Rendite bestehen. Bei dafür geeigneten Aktien kann die Rendite durch den Verkauf von Call-Optionen weiter gesteigert werden. Der Besitzer von Aktien wird dabei zum Still-Halter in Aktien. Er erklärt sich durch den Verkauf der Optionen bereit, die Aktien zu einem bestimmten Preis und Termin zu verkaufen. Ist der Kurs der Aktien am Verfalltag geringer als der vereinbarte Abgabepreis, wird der Käufer der Option diese nicht ausüben. Der Eigentümer der Aktien kann jetzt weitere Optionen veräußern und weitere Einnahmen generieren.

Kerzen-Charts (Candelsticks): Wie ist die Kerze aufgebaut und was sagt sie aus?

Kerzen-Charts werden in der westlichen Welt erst seit dem Ende der 1980er Jahre beachtet, seit dieser Zeit jedoch verstärkt zur technischen Analyse genutzt. Der Grund für die Beliebtheit der Kerzen-Charts erklärt sich wahrscheinlich mit der Übersichtlichkeit der Diagramme und der Deutlichkeit der Informationen, denn sie bieten eine schnelle Übersicht, was wichtig ist, wenn mehrere Werte beobachtet werden oder schnell gehandelt werden muss, sind ideal geeignet für die Markt-Diagnose, denn sie zeigen frühzeitig, ob sich ein Markt dreht, verdeutlichen die Kraft einer Bewegungsrichtung und können mit anderen Chart-Methoden kombiniert werden.

Eine Kerze stellt den Kursverlauf in einer gewählten Zeiteinheit dar. Kerzen-Charts werden zur technischen Analyse sowohl im kurzfristigen Bereich (1 Minute bis eine Stunde) wie auch im mittel- und langfristigen Bereich (Wochen, Monate) eingesetzt. Für die Betrachtung in diesem Artikel wird eine Tages-Kerze zugrunde gelegt. Die Kerze eines Tages ist von besonderer Bedeutung, weil sie das Marktgeschehen eines ganzen Tages abzeichnet. Schon der erste Kurs gibt Auskunft über die Geschehnisse der Nacht. Ein deutlicher Kursunterschied zwischen dem Schlusskurs des Vortages und dem Eröffnungskurs (Gap) zeigt, dass in der Nacht wesentliche Dinge geschehen sind, denen der Händler nachgehen muss. So wichtig  und spannend wie die Kurse zur Eröffnung sind die Kurse zum Handelsschluss. Der Schlusskurs ist der Kurs mit dem die Sicherheitsleistung (Margin) für Derivate Händler berechnet wird. Ferner ist er meist der Wert, auf dessen Basis zahlreiche Chart-Programme fußen. Eine wichtige Marke, ist die Durchschnitts-Linie der letzten 200 Tage, die aus der Aneinanderreihung von 200 Schlusskursen besteht. Auch für die Kerzen ist der Schlusskurs von besonderer Bedeutung. Letztlich bestimmt er mit welchem Symbol und mit welcher Farbe er in die Börsengeschichte eingeht. Das mag etwas schwülstig klingen, beschreibt die Fähigkeit der Tages-Kerze zutreffend: Sie kann richtige Geschichten erzählen, die von Politik, Wirtschaft und der Psychologie der Händler handeln.

Mit einem Blick auf eine Kerze kann man 5 Informationen schnell ablesen. Eine komplette Kerze besteht aus einem Körper und zwei Dochten.

  1. Kurssteigerung oder Kursabschwung: Die Farbe der Kerze innerhalb der Kerzen-Diagramme zeigt an, ob innerhalb der Zeitperiode ein Kursanstieg oder ein Kursabschwung, gemessen zum Eröffnungskurs der Periode, stattgefunden hat. Gebräuchlich sind weiße und grüne Kerzen-Körper für steigende und schwarze oder rote Kerzen-Körper für fallende Kurse. Andere Farbvarianten sind je nach Einstellung des genutzten Chart Programms möglich.
  2. Eröffnungskurs des Tages: Bei bullischen Kerzen stellt der untere Rand des Kerzen-Körpers den Eröffnungskurs dar. Kam es am Tag der Kurs-Betrachtung zu einem Kursrückgang, zeigt der obere Rand des Kerzen-Körpers den Eröffnungskurs an.
  3. Der Tages-Schlusskurs: Endet der Tag mit einem Kurs-Plus, zeigt der obere Rand der Kerze den Schlusskurs an. Der untere Rand steht für den Schlusskurs, sofern ein Tagesverlust eingetreten ist, die Kerze im Kerzen-Diagramm also schwarz oder rot gefärbt ist.
  4. Der Tageshöchstkurs: Oberhalb des Kerzen-Körpers befindet sich ein Docht, symbolisiert durch einen Strich, der den Höchstkurs des Tages anzeigt.
  5. Der Tages-Tiefstkurs: Analog des Höchstkurses wird der Tiefstkurs unterhalb des Kerzen-Körpers als Docht festgehalten, wobei der Tiefstkurs die Spitze des Dochtes bildet.

Hinsichtlich des Tagesablaufes geben Kerzen-Charts nur Auskunft über den Eröffnungs- und den Schlusskurs. Der Zeitpunkt von Tageshoch und Tagestief kann an einer Kerze nicht abgelesen werden.

Kerzen-Charts ermöglichen es dem Betrachter schnell eine Antwort auf den Zustand eines Marktes oder eines einzelnen Wertpapiers zu erhalten. Wer es gewohnt ist, steigende oder fallende Kurse am Vergleich mit dem Vortag auszumachen, muss bei Kerzen-Charts umdenken. Eine weiße oder grüne Kerze bedeutet, der Kurs hat am Tag der Betrachtung höher geschlossen als eröffnet. Gegenüber dem Kurs des vorangehenden Tages kann es zu einem Kursverlust gekommen sein. Um die Entwicklung zum Vortag ermitteln zu können, werden beide Schlusskurse verglichen.

Was sind Doji, Shaven Head und Shaven Bottom?

Abweichend von der Kerze mit zwei Dochten kommen Kerzenkörper vor, denen ein Docht (oben mit höheren oder unten mit tieferen Kursen) fehlt. Gibt es keinen oberen Schatten, entspricht der Schlusskurs dem Höchstkurs in der Zeitperiode, die von der Kerze dargestellt wird. Handelt es sich dabei um eine Tageskerze, hat sich der zugrunde liegende Wert folglich mit dem Tageshöchstkurs geschlossen. Eine solche Kerze wird als Shaven Head (rasierter Kopf) bezeichnet. Fehlt der untere Schatten der Kerze, wird diese Shaven Bottom (rasierte Basis) genannt.

Doji

Die gesamte Höhe des Kerzenkörpers und die Länge des Dochtes sind weiterhin von Bedeutung. So kann eine von der Farbe als bullisch geltende Kerze doch eher als schwach eingeschätzt werden, wenn der Schlusskurs weit vom Höchstkurs entfernt liegt. Ein kleiner Kerzenkörper deutet auf wenig Handelsdynamik hin. Die Bullen und die Bären sind bei kleinen Kerzenkörpern unschlüssig, wohin sich der Markt entwickelt. Damit deutet der kleine Kerzenkörper auf eine bevorstehende Trendänderung hin, die insbesondere nach dem Auftreten des Doji erwartet wird. Es handelt sich dabei um eine Kerze ohne Körper. Zu sehen ist ein Docht nach oben und nach unten und ein Querstrich, der sowohl für den Eröffnungs- wie für den Schlusskurs steht. Der Doji zeigt, dass sowohl die Bullen wie auch die Bären völlig uneins über die weitere Kursentwicklung sind. Sind die Schatten zudem recht lang, kam es also während des Handels zu hohen Kursausschlägen in beide Richtungen, kann von einer starken Verunsicherung des Marktes gesprochen werden. Eine Änderung des bisherigen Trends kann erwartet werden. 

 

Welche Aussagekraft haben Doji, Shaven Head und Shven Bottom?

Gerade in der etwas unklaren oder nebulösen Aussagekraft der Kerzen liegt ihre Stärke. Denn etwas unsicher ist der Kursverlauf an den Börsen doch oft. Daher mahnen die Kerzen zur Vorsicht, solange dies geboten ist und liefern frühzeitig eindeutige Signale für einen Umschwung. Dieser Umschwung bietet die Möglichkeit für einen erfolgreichen Trade. Handelt es sich um Tageskerzen, ist ein Shaven Head ein eindeutig bullisches Signal, denn der Handel wurde mit dem Höchstkurs geschlossen. Der Shaven Bottom ist, in umgekehrter Richtung, ein ebenso eindeutiges Signal. Und der Doji deutet sogar eine bald bevorstehende Trendumkehr an.

 

Was kündigt das Spinning Top an?

Das Spinning Top besteht aus einer oder mehreren ganz kurzen Kerzen, die auf lange Kerzen folgen. Kleiner werdende Kerzenkörper kündigen eine Abschwächung der Tendenz an. Der kleine Körper wird, unabhängig davon ob Bullisch oder Bearischer Natur, Spinning Top genannt, weil er das Ende eines Trends signalisiert. Auf lange weiße Kerzen können als Spinning Top also sowohl kleine weiße wie auch kleine schwarze Kerzen folgen. Gleichfalls können auf lange schwarze Kerzen kurze schwarze oder kurze weiße Kerzen folgen. Das Spinning Top tritt oftmals in Verbindung mit anderen Kursformationen auf. Es kann sich dabei um den Morning Star, den Evening Star, Harami, Hammer und weitere handeln, die in späteren Kapiteln näher beleuchtet werden.

 

Wer lauert hinter der Morning und Nigth Attack?

Bei der Betrachtung der Kerzen-Charts kommen dem Eröffnungs- und dem Schlusskurs besondere Bedeutung zu. Die Eröffnungskurse können hinweisgebend für die Kursentwicklung des Tages sein, während der Schlusskurs fundamental bedeutend ist, für Margin Calls an den Terminbörsen und für Chartprogramme, deren Berechnungen oft der Schlusskurs zugrunde liegt. Kommt es zur Börseneröffnung oder zum Börsenschluss zu großen Kauf- oder Verkaufsorders, spricht man von einer Morning oder Nigth Attack, da mit solchen Orders die Kurse in die gewünschte Richtung bewegt werden sollen.

Zusammenfassung wichtiger Signale

In Abschnitt 1 wurden die originären Kerzen-Diagramme vorgestellt und in Abschnitt 2 die abweichenden Kerzen. In Verbindung mit dem Spinning Top kann folgendes Zwischenergebnis festgehalten werden: Eine Kerze zeigt durch ihre Farbe an, ob der Schlusskurs höher oder niedriger lag, als der Eröffnungskurs. Der obere und der untere Schatten zeigen mit ihrer Spitze den höchsten und den niedrigsten Kurs der Zeitperiode an. Die Länge der Kerze (im Vergleich zu anderen Kerzen) ist ein Hinweis auf die Kraft, die in der Bewegungsrichtung steckt. Endet die Zeitperiode mit einem Shaven Head oder Shaven Bottom, ist dies als Indiz für die Fortsetzung oder gar Beschleunigung des Trends zu werten. Kleiner werdende Kerzen, bis hin zum Spinning Top (ganz kleine Kerze mit ganz kurzen Dochten oder ohne Docht) deuten auf ein Ende eines Trends hin. Dieser Hinweis gipfelt im Doji, der auf eine Trendumkehr hinweist, die nicht unbedingt mit der nächsten Kerze, jedoch bald, beginnt.

Exkurs: Eine Sonderform der Kerzen-Charts sind die Heikin-Ashi-Kerzen

Sie werden nicht 1 : 1 zum tatsächlichen Kursverlauf gezeichnet. Jede neue Kerze beginnt mit einem Durchschnittskurs, der auf die vorhergehende Kerze zurückgreift. Durch die veränderte Darstellung werden Trend viel deutlicher. Wie die Kerzen gebildet werden und welche Handelsstrategien damit möglich sind, wird in den folgenden Videos gezeigt.