Wirtschaftseinbruch28.04.2020 | Kapital-Kredit | ifo Institut Meldung: Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist während der andauernden Corona-Krise um 16 % eingebrochen. Bezogen auf das gesamte Kalenderjahr 2020 dürfte der Rückgang der Wirtschaftsleistung 6,6 % betragen.

Von diesem Einbruch sind natürlich praktisch alle börsennotierten Unternehmen betroffen. Insbesondere gilt dies für Unternehmen aus der Tourismusbranche, dem Luftverkehr und der Automobilindustrie, die ohnehin mit der Umstellung auf die Elektromobilität belastet ist.

Dennoch scheinen die Anleger guter Laune zu sein. Ein wesentlicher Teil der schweren Kursverluste konnte bereits wett gemacht werden. Da an der Börse die Zukunft nicht jedoch die Vergangenheit und die Gegenwart gehandelt wird, ist dieser Optimismus eine durchaus „normale“ Reaktion auf das Geschehen der vergangenen Wochen. Die Frage ist jetzt:

Was bedeutet dies für ein Aktien-Depot?

Es wird immer wieder zu schwachen Tagen an der Börse kommen. Auch wird eine Zeit kommen die Klarheit darüber bringt, welche Unternehmen direkt wieder auf die Überholspur wechseln und welche nicht unbeschadet aus der Krise hervorgehen.

Ein Aktien-Depot sollte jetzt auf zu erwartende Ausfälle geprüft werden. Zu den Ausfallkandidaten zählen Unternehmen, die insolvent werden könnten und somit Markt verschwinden oder am Markt (möglicherweise durch staatliche Hilfe) bleiben, dann aber über lange Zeit ohne jegliche Performance wie Blei im Depot liegen.  

Gute Börsentage können genutzt werden, um schwache Werte zu verabschieden. An schwachen Börsentagen besteht die Möglichkeit, das frei gewordene Kapital in Werte mit Zukunft umzuschichten.