Motorräder in Deutschland
Die Zahl der in Deutschland zugelassenen Motorräder (Krafträder ab einem Hubraum von 80 cm³) brach in den Jahren 2007 bis 2008 deutlich von rund 5,5 Millionen auf nur noch knapp über 3 Millionen ein. Seitdem hat sich die Zahl der zugelassenen Krafträder kontinuierlich auf etwa 4,4 Millionen erhöht. Das Potenzial für eine weitere Steigerung der Zulassungszahlen ist enorm, verfügen doch rund 15 Millionen Menschen in Deutschland einen Motorradführerschein. Die meisten Biker gibt es in dem Flächenland Bayern. Einen Anteil von 10 und mehr % der zugelassenen Fahrzeuge gibt es nur in 12 Regionen Deutschlands, die alle in Bayern gelegen sind. Aber auch in Berlin gibt mit 100.000 zugelassenen Bikes viele Zweiradfahrer, die das bessere Vorankommen in der verkehrsreichen Stadt schätzen. Das nahe Umland bietet zudem ein vielfältiges Angebot an Cruiser-Strecken. Neben der deutschen Marke BMW behaupten sich die japanischen Marken Kawasaki, Yamaha, Honda und Suzuki als Verkaufsschlager in Deutschland. In der jüngsten Vergangenheit konnte der amerikanische Hersteller Harley Davidson zu diesem Club aufschließen. 
Motorräder verfügen über eine lange Lebensdauer
Während ein PKW als Oldtimer gehegt und gepflegt wird, sind zugelassene Motorräder im Oldtimer-Alter meist noch voll alltagstauglich. Daher ist das durchschnittliche Alter der zugelassenen Motorräder mit 14 Jahren recht hoch, während das durchschnittliche Alter der zugelassenen Autos nur 9,3 Jahre beträgt. Elektrofahrzeuge spielen bei den Motorrädern, wie bei den Autos, derzeit keine nennenswerte Rolle. 

Wechsel der KFZ-Versicherung

Eine KFZ-Versicherung kann mit einer Frist von 4 Wochen zum Ende des Versicherungsjahres gekündigt werden. Eine Kündigung ist somit bis zum 30.11. eines jeden Jahres möglich, wenn das Versicherungsjahr am 31.12. endet. Wer die Versicherungsgesellschaft wechseln möchte, sollte unbedingt prüfen, wann das Versicherungsjahr bei seiner Gesellschaft endet. Es gibt nämlich auch Versicherungen, bei denen das Versicherungsjahr vom Kalenderjahr abweicht. Man kennt diese Praxis auch von Firmen aus anderen Branchen, bei denen das Geschäftsjahr zum Beispiel zum Ende des Monates September endet.

Absetzung der KFZ-Versicherung bei der Steuer

Das Finanzamt erkennt nur den Haftpflichtanteil der KFZ-Versicherung als Sonderausgaben in der Steuererklärung an. Ausgaben für eine Teilkasko- oder Vollkasko-Versicherung können hingegen nicht abgesetzt werden. Das gilt auch für Kosten eines Schutzbriefes und einer Verkehrsrechtsschutzversicherung. Eine Ausnahme gilt bei der Rechtsschutzversicherung, wenn die Rechtsschutzversicherung aus beruflichen Gründen (Berufskraftfahrer, Außendienst und andere) besteht.
Wer braucht eine private Haftpflichtversicherung?
• Berufstätige mit abgeschlossener Ausbildung und Auszubildende oder studierende, die bereits voll berufstätig waren
• Nicht berufstätige Personen die einen eigenen Hausstand haben (auch wenn es sich dabei um eine WG handelt) und Personen, die bei ihren Eltern leben, jedoch das 26. Lebensjahr vollendet haben.
Benötigen Paare zwei Versicherungen?
Ehepaare und unverheiratete Paare benötigen nur eine Haftpflichtversicherung. Ziehen zwei Personen zusammen, die beide über einen Haftpflichtversicherungsschutz verfügen, kann ein Vertrag ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist aufgelöst werden.
Für welche Bereiche müssen gesonderte Versicherungen abgeschlossen werden?
• Tierhaltung (Pferde, Hunde und große Aquarien)
• Gewässer Schäden (für Eigentümer eines Hauses, das mit einer Ölheizung beheizt wird)
• Motorboote (für eigene und auch geliehene oder gemietete Boote)
• Surfbretter und Segelboote
• Motorbetriebene Modellflugzeuge und Drohnen
• Jagd
Welche Schadenshöhe sollte versichert werden?
Da mögliche Schäden enorme finanzielle Ausmaße annehmen können, sollte die Deckungssumme möglichst hoch gewählt werden, zumal eine hohe Deckungssumme nur zu einer geringfügigen Erhöhung der Versicherungs-Prämie führt. So kostet eine Deckungssumme von 10 Millionen Euro nur etwa 1 Euro mehr pro Monat im Vergleich zu einer Police mit einer Deckungssumme von 5 Millionen Euro.


Wer benötigt eine Hausratversicherung?
Eine Hausratversicherung deckt Schäden durch Brand, Wasser, Unwetter, Einbruch und Vandalismus. Somit sind alle Gegenstände in einer Wohnung oder einem Haus versichert. Die erforderliche Versicherungssumme wird anhand der Wiederbeschaffungswerte berechnet. Befinden sich in einem Haushalt besonders wertvolle Gegenstände wie Gemälde und Schmuck, müssen die in der Wertfindung berücksichtigt werden. Auch eine Dokumentation (Gutachten, Kaufbelege) sollten an einem sicheren Ort verwahrt werden. Ob eine Hausratversicherung benötigt wird, hängt davon ab, ob der Verlust des gesamten Hausstandes als dramatisch empfunden wird. Wer sich in diesem Punkt nicht ganz sicher ist, sollte den Wiederbeschaffungswert aller Haushaltsgegenstände bewerten und dann die Höhe der Versicherungsprämie über den Hausratstarifrechner ermitteln.