A la baisse 

Erwartung: Fallende Kurse (Wertpapier, Währung, Index, Gold und andere)

Ziel: Absicherung vorhandener Vermögenswerte oder Erzielung eines Gewinns

Möglichkeiten:

  • Verkauf CFD Contracts for Difference
  • Leerverkauf
  • Verkauf Future
  • Kauf Put Option

CFD Contract for Difference

Beim Handel von CFD´s, der von vielen Brokern in Deutschland angeboten wird, hinterlegt der Anleger eine Margin (Sicherheitsleistung) die dann gehebelt zum Kauf oder Verkauf von CFD´s genutzt werden kann. Der Hebel für Privatkunden beträgt 1 zu 30 seit dem 01.08.2018 laut einer Bestimmung der Esma. Eine Nachschusspflicht für Privatanleger besteht nicht. Früher waren viel höhere Hebel üblich, die jedoch zu teilweise existenzbedrohenden Verlusten führten, da neben dem Kapitalverlust eine Nachschusspflicht bestand. Für professionelle Händler, die ein Kapital von EUR 500.000 und umfängliche Handelserfahrung nachweisen müssen, beträgt der Hebel 1 zu 500. Eine Nachschusspflicht besteht zudem. Das Verlustpotenzial ist durch die Hebelbeschränkung für den Privatanleger geschrumpft. Die Gewinnmöglichkeiten sind ebenso deutlich kleiner geworden, jedoch immer noch interessant, weil es vor allem auch möglich ist, auf Kursrücksetzer zu setzen. Ein Handel, z. B. als Day-Trader, ist nur möglich, wenn beide Marktrichtungen gehandelt werden können. Mit CFD´s kann ein Anleger sein Aktiendepot auch hedgen. 

Leerverkauf

Der Leerverkauf von Aktien kann als reiner oder gedeckter Leerverkauf erfolgen. Beim gedeckten Leerverkauf auf Termin werden die Aktien gegen eine kleine Leihgebühr ausgeliehen und zum aktuellen Kurs verkauft. Beim ungedeckten Leerverkauf müssen die Aktien zum Liefertermin angeschafft werden. Ziel des Leerverkaufs ist es, die Aktien zum Liefertermin günstiger beschaffen zu können, weil bis dahin ein Kursrückgang erwartet wird. Für den Käufer der leer verkauften Aktien stellt die Transaktion einen Kauf zu einem späteren Termin zum jetzigen Kursniveau dar. Der Käufer möchte sich also das jetzige Kursniveau sicher. Es kann sich bei dem Käufer zum Beispiel um einen Investmentfonds handeln, der zu einer festgelegten Quote in der Aktie investiert sein muss. Für den Privatanleger kommt der Leerverkauf eher nicht in Betracht. Ausgeschlossen von diesem Markt ist der Privatanleger jedoch nicht. Auch ist es dem Privatanleger möglich, seine im Depot befindlichen Aktien für die oben beschriebene Leihe zur Verfügung zu stellen. Als Vergütung erhält der Depot-Inhaber eine Leihgebühr als Vergütung. Die mögliche Leihgebühr sollte mit der Stillhalte-Prämie (siehe Abschnitt A la hausse) beim Verkauf eines Calls verglichen werden. Das Stillhalte-Geschäft ist eine weitere Möglichkeit Geld mit einem Aktiendepot zu verdienen. 

Futures

Beim Verkauf eines Futures verhält es sich wie mit dem CFD. Faktisch handelt es sich um eine Wette. Der Verlust einer Seite ist der Gewinn des Gegenparts. Am Verfalltag ist der Future von beiden Seiten zu erfüllen. Beide Seiten, also Käufer und Verkäufer, können bis zu Verfall wechseln.

Optionen

Im Gegensatz zum Future liegt es am Käufer, ob die Option vom Still-Halter erfüllt werden muss. Befindet sich der Ausübungspreis außerhalb des Geldes, wird der Inhaber der Option am Verfalltag auf deren Erfüllung verzichten. Er verliert dann die gezahlte Put-Prämie, die gleichzeitig seinen maximalen Verlust darstellt. Die Erzielung eines Gewinns mit der Put-Option ist während der Options-Laufzeit möglich, wenn der Kurs der Option steigt, weil der Basiswert fällt. Ferner ist mit der Option ein Gewinn zum Ende der Laufzeit möglich, wenn sich die Option „im Geld“ befindet. Alternativ ist der Verkauf eines Call denkbar. Die Zielstellung beim Verkauf eines Call ist der günstigere Rückkauf desselben, weil sich der Wert durch einen Kursrückgang des Basiswertes ermäßigt und/oder der Wert der Option durch den Zeitablauf geschmälert wird. Zwischen folgenden Optionen wird unterschieden: Im Geld, am Geld, außerhalb des Geldes. Aufgrund des begrenzten Risikos ist der Kauf von Put-Optionen auch für den Privatanleger geeignet. Es ist jedoch erforderlich den Wert der Option mit einer speziellen Software zu berechnen. Ohne den Einsatz eines Options-Rechners ist der Kauf von Optionen nicht sinnvoll.

A la hausse

Der Privatanleger kann, wie der Profi nahezu alle Anlageinstrumente erwerben. Über den möglichen Hebel-Effekt sind die Gewinnmöglichkeiten bei Derivaten höher als beim Erwerb von Wertpapieren, die vor allem dem mittel- und langfristigen Vermögensaufbau dienen. Auch schwächere Marktphasen können mit Wertpapieren überstanden werden. Bei Derivaten führen auch kleine Marktschwankungen zu realisierten Verlusten, weil das hohe Verlustrisiko relativ enge Stopp-Kurse erfordert. So kommt es häufig vor, dass ein Derivate-Händler Verluste realisieren muss, obwohl sich der Markt, mit Schwankungen, in die von ihm erwartete Richtung bewegt.

Bei langfristigen Aktien-Anlagen lohnt sich ein Blick auf die Dividendenpolitik des Unternehmens, an dem man sich beteiligen möchte. Es gibt zahlreiche Aktiengesellschaften, die beständig Dividenden ausschütten. Die Aktienkurse dieser Unternehmen entwickeln sich unter Umständen nur bedächtig aber stetig. Das Resultat aus Dividenden und kleineren Kursgewinnen kann in einer ansehnlichen und vor allem beständigen Rendite bestehen. Bei dafür geeigneten Aktien kann die Rendite durch den Verkauf von Call-Optionen weiter gesteigert werden. Der Besitzer von Aktien wird dabei zum Still-Halter in Aktien. Er erklärt sich durch den Verkauf der Optionen bereit, die Aktien zu einem bestimmten Preis und Termin zu verkaufen. Ist der Kurs der Aktien am Verfalltag geringer als der vereinbarte Abgabepreis, wird der Käufer der Option diese nicht ausüben. Der Eigentümer der Aktien kann jetzt weitere Optionen veräußern und weitere Einnahmen generieren.

A la hausse, die Spekulation auf „stark“ steigende Kurse

Der Privatanleger kann, wie der Profi nahezu alle Anlage-Instrumente erwerben. Über den möglichen Hebel-Effekt sind die Gewinnmöglichkeiten bei Derivaten höher als beim Erwerb von Wertpapieren, die vor allem dem mittel- und langfristigen Vermögensaufbau dienen. Auch schwächere Marktphasen können mit Wertpapieren überstanden werden. Bei Derivaten führen auch kleine Marktschwankungen zu realisierten Verlusten, weil das hohe Verlustrisiko relativ enge Stopp-Kurse erfordert. So kommt es häufig vor, dass ein Derivate Händler Verluste realisieren muss, obwohl sich der Markt, mit Schwankungen, in die von ihm erwartete Richtung bewegt.

Bei langfristigen Aktien-Anlagen lohnt sich ein Blick auf die Dividendenpolitik des Unternehmens, an dem man sich beteiligen möchte. Es gibt zahlreiche Aktiengesellschaften, die beständig Dividenden ausschütten. Die Aktienkurse dieser Unternehmen entwickeln sich unter Umständen nur bedächtig aber stetig. Das Resultat aus Dividenden und kleineren Kursgewinnen kann in einer ansehnlichen und vor allem beständigen Rendite bestehen. Bei dafür geeigneten Aktien kann die Rendite durch den Verkauf von Call-Optionen weiter gesteigert werden. Der Besitzer von Aktien wird dabei zum Still-Halter in Aktien. Er erklärt sich durch den Verkauf der Optionen bereit, die Aktien zu einem bestimmten Preis und Termin zu verkaufen. Ist der Kurs der Aktien am Verfalltag geringer als der vereinbarte Abgabepreis, wird der Käufer der Option diese nicht ausüben. Der Eigentümer der Aktien kann jetzt weitere Optionen veräußern und weitere Einnahmen generieren.

A la hausse und A la baisse stehen für die Spekulation auf steigende bzw. fallende Kurse. Dennoch können sie nicht als Ereignisse mit einfach umgekehrten Polen betrachtet werden. Für den Einsatz von Derivaten zur Absicherung eines Depots in der Erwartung fallender Kurse gibt es bei steigenden Kursen kein spiegelbildliches Gegenstück. Für den rein spekulativ agierenden Marktteilnehmer wird in der Baisse eher nur der Handel mit Derivaten interessant sein, während für ihn in der Hausse der Kauf von Derivaten, wie auch die Anschaffung von Wertpapieren interessant sein kann. 

Volatilität

Mit der Volatilität wird die Schwankungsbreite eines Wertpapiers oder eines Marktes angegeben. Bewegen sich die Kurse eher seitwärts, ist die Volatilität gering. Spekulationen auf stark fallende oder steigende Kurse lohnen sich in solchen Marktphasen eher nicht. Mit dem Vix gibt es einen Index, mit dem auf die Zu- oder die Abnahme der Volatilität spekuliert werden kann. Da mit dem Instrument nur die Schwankungsbreite, jedoch nicht die Richtung abgebildet wird, kommt ein gut gemanagtes Depot ganz gut ohne Vix aus.  

Mit verschiedenster Chart Technik kann der Zeitpunkt für die Eröffnung einer Long- oder einer Short-Position ermittelt werden. Durch den Spread oder Gebühren beginnt jeder Trade mit einem Minus. Der eher kurzfristig orientierte Anleger und erst recht, der Scalper, also jemand, der in ganz kurzer Zeit einen kleinen Kursgewinn erzielen möchte, benötigt einen Anhaltspunkt, für die Wucht der Kursbewegung, die gehandelt werden soll. Es gibt verschiedene Instrumente, mit denen diese Wucht gemessen werden kann. Der ADX (Average-Directional-Movement-Index) wird von vielen Tradern für seine Aussagestärke geschätzt. Der vorangehende Link für zu einem Artikel in dem mehr über den Erfinder, Herrn Welles Wilder, zu erfahren ist. Natürlich wird in dem Artikel aufgezeigt, wie der Wert berechnet wird. 

Der ADX zeichnet sich nicht durch ein spektakuläres Aussehen aus. Es handelt sich um eine einfache Linie, die Werte auf einer Scala abbildet. Die Scala kann je nach Chart Programm unterschiedlich gestaltet sein und von 0 bis 80 reichen. Niedrige Werte deuten auf einen seitwärts laufenden Markt ohne Schwung hin. Ab welcher Marke der Bewegungsschwung für den Trader ausreicht, ist individuell verschieden. Es gibt Trader, die einen Wert von 20 als ausreichend ansehen. Werte über 30 oder 40 Punkte sind gleichfalls gebräuchlich. Die Anzahl der Trade-Möglichkeiten nimmt bei höheren Werten ab. Dafür nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, mit dem Trade schnell in den Bereich zu kommen, der Spaß macht. Ein hoher ADX-Wert (zum Beispiel 40 Punkte) deutet darauf hin, dass der Trend stabil ist und noch einige Zeit anhält. Zur Vorsicht sei geraten, wenn der ADX schnell weiter steigt und dann abkippt. Damit kündigt sich möglicherweise ein deutlicher Kursrücksetzer an. Steigende oder fallende Kurse werden durch die ADX-Linie nicht angezeigt. Es geht nur um die Bewegungsstärke. Ob es sich dabei um eine Bewegung nach Nord oder Süd handelt, zeigt der Chart des zugrunde gelegten Wertes, der in der Regel in einem eigenen Fenster oberhalb des ADX-Fensters angezeigt wird. Wie das in der Praxis aussieht, wird in den beiden folgenden Videos anschaulich aufgezeigt. Im Video auf der rechten Seite wird ein ADX verwendet, der von zwei Trendindikatoren begleitet wird, während im ersten Video der reine ADX gezeigt wird. Für welche Variante man sich entscheidet, hängt natürlich davon ab, welche Software-Lösung zur Verfügung steht. Gerade, wenn weitere Trendindikatoren eingesetzt werden, ist die alleinige Anzeige des ADX (Video links) sinnvoll.

 

 

 

Short & Long sind die Basis einer umsichtigen Anlagestrategie

In Deutschland gibt es bedenklich wenige Aktionäre. Diese Tatsache lässt vermuten, dass der allgemeine Wissensstand rund um das Thema Wirtschaft und Kapitalanlage gering ist. Betrachtet man die Entwicklung der großen Aktienwerte seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, konnte mit diesen Aktien seit nunmehr 70 Jahren eine gute Rendite erzielt werden, die Anleihe oder Sparbuchrenditen weit hinter sich lässt. Vor dem Kauf von Aktien schrecken jedoch viele Anleger in Deutschland zurück. Merkwürdig ist, dass es gleichzeitig eine große Anzahl von Anlegern gibt, die nicht davor zurückschrecken, ihr Kapital am sogenannten grauen Kapitalmarkt anzulegen. Die dort angebotenen Anlagen basieren oft auf komplexen und schwer zu durchschauenden Vertragskonstruktionen, schaffen jedoch scheinbar mehr Vertrauen als der Kauf von Aktien einer deutschen Aktiengesellschaft mit hervorragendem Ruf, die in jedem Quartal öffentlich bekannt macht, wie ihre Geschäfte laufen.

Natürlich muss festgehalten werden, dass es der deutsche Anleger in der Vergangenheit nicht leicht hatte, sich am Handel mit Aktien angemessen zu beteiligen. Lange Zeit war das sogenannte Front-Running der Wertpapiermakler erlaubt. Sie nutzten lange Zeit ihren Wissensvorsprung zulasten der Kleinanleger aus. Vor allem aber konnte der Kleinanleger nur „long“ gehen, während den professionellen Marktteilnehmer beide Kursrichtungen Gewinne versprachen. Sicherlich können Gründe geltend gemacht werden, die für eine Begrenzung des spekulativen Aspekts für den Kleinanleger sprechen. Es darf jedoch auch vermutet werden, dass die Beschränkung nicht nur vorsorglich erfolgte. Wer teilt schon gerne seine Pfründe. Die Deutsche Börse sichert sich noch immer ihren Vorteil bei den Kursnotierungen, die nur mit einer Zeitverzögerung von 15 Minuten an die Öffentlichkeit gelangen. Realtimekurse erhalten nur institutionelle Anleger, die dafür hohe Gebühren zahlen. Auch der Blick ins Orderbuch wird nur dem zahlenden Profi gestattet. Die Bedingungen beim Kauf von Aktien sind für den Privatanleger gegenüber dem Profi ungerecht, da der Blick ins Orderbuch marktgerechte Limits ermöglicht. Die Bedingungen für Privatanleger sind somit noch nicht ideal. Nutzen sollte der Privatanleger daher einige Instrumente, die zumindest teilweise Abhilfe schaffen.

Als Käufer oder Verkäufer von Aktien sollten man den aktuellen Kurs kennen. Eine gute Möglichkeit aktuelle Notierungen zu erfahren, bietet der Wertpapiermakler Lang & Schwarz, der selbst einen Index ermittelt, der nur geringe Abweichungen zum Original-Dax aufweist. Siehe Lang & Schwarz oder GodmodeTrader.

Es gibt eine Reihe weiterer Handelsmöglichkeiten, von denen Privatanleger, meist aus vorgeschobenen Gründen, ausgeschlossen werden. Glücklicherweise eröffnet die Globalisierung Privatanlegern den Weg zu international tätigen Anbietern, die eine Fülle von Anlagemöglichkeiten anbieten. Bekannt sind einige Broker, die den CFD- und Forex-Handel nach Deutschland gebracht haben. Es handelt sich dabei um gehebelte Produkte mit hohem Gewinn- und Verlustpotenzial. Damit das Verlustpotenzial beherrscht werden kann, ist es notwendig sich einiges an Wissen anzueignen. Viele Broker ermöglichen den Handel mit einem Musterdepot. So verfügt der Privatanleger über die Möglichkeit, hochwertige Chart- und Handelssysteme kostenlos nutzen zu können. Ohne Risiko kann so erfahren werden, wie es sich anfühlt, zwischen long und short auswählen zu können. Den Stimmen, die jetzt „Achtung Risiko“ rufen sei bestätigt: Hebelprodukte bergen das Risiko hoher Verluste. Sie ermöglichen es jedoch auch, in steigenden und fallenden Märkten gleichermaßen aktiv zu sein und können. Ferner können sie zur Kurssicherung (hedging) eingesetzt werden und vor großen Verlusten bewahren. Daher muss eine spekulative wie eine konservative Anlagestrategie „Short-Positionen“ erlauben. 

28.06.2019 Die fast ruhige Woche vor dem Gipfel

Auszug MusterdepotDer DAX hat sich in Erwartung des G-20 Gipfels in Japan recht fest gezeigt. Gerade heute sich die Kurse zunächst kontinuierlich und dann stark angestiegen. Es wird spannend sein zu sehen, wie die Börsen den G-20 Gipfel in der kommenden Woche bewerten. Einige Überraschungen dürften ergeben, die sich sowohl an den Aktien- wie Rohstoff-Börsen niederschlagen dürften.

Das Musterdepot hat sich in der vergangenen Woche positiv entwickelt, wenngleich Wirecard die Gewinne der Vorwoche nicht ganz halten konnte. Dafür hat SAP einen kräftigen Satz nach vorne gemacht.

23.06.2019: Die nächsten Schritte im Musterdepot

Das Dax-Musterdepot kann, insbesondere aufgrund der Wirecard-Spekulation, eine gute Kursentwicklung verzeichnen. In der vergangenen Woche führten Aussagen der Notenbanker in Deutschland und den USA zu einem wahren Kursfeuerwerk. Vor allem die Aussagen des EZB-Präsidenten lassen vermuten, dass die Zinsen noch eine ganze Zeit nicht steigen werden und Gelder deshalb weiter in den Aktien- anstatt in den Anleihemarkt fließen. Kursgewinne resultieren damit zu einem nicht unerheblichen Teil aus Mittelzuflüssen, die eigentlich nicht für den Aktienmarkt bestimmt sind und womöglich schon bald abgezogen werden. Um es mit André Kostolany zu sagen: Im Moment kaufen zittrige Hände. Ein Kursrücksetzer genügt und die zittrigen Hände geraten in Panik. Ein weiteres Detail mahnt zur Vorsicht: Finanzwerte sind im Dax zwar nicht mehr so stark vertreten als in früheren Jahren. Dennoch ist es für den Aktienmarkt und für Deutschland kein gutes Zeichen, wenn Banken, Versicherungen und Bausparkassen nicht mehr über ein profitables Geschäftsmodell verfügen. Ferner sind im Dax mit BMW, Daimler und VW drei Schwergewichte vertreten, denen unter Umständen das gleiche Schicksal droht. Mit einem Blick über die Grenzen sind leicht weitere Risiken auszumachen, die sich auf die Kursentwicklung des Dax nachteilig auswirken können.

Der hohe Cash-Anteil des Dax-Musterdepots wird daher beibehalten, wobei ein weiterer Kursanstieg (bis hin zu neuen Höchstkursen) keineswegs ausgeschlossen wird. Nur bei deutlichen Kurskorrekturen werden neue Ankäufe erwogen. 

DAX Musterdepot Deutschland mit Start am 26.04.2019

Die Eckdaten des Aktiendepots lauten:

  • Virtuelles Bar-Kapital EUR 250.000
  • Liquidität zunächst mindestens 60 % = EUR 150.000
  • Maximale ca. 5 % pro Position = EUR 12.500
  • Nur Werte aus Dax, MDax und SDax

Angeschafft werden zunächst 150 Aktien von 2 Dax-Werten. 

SAP | Musterdepot Deutschland | Wert 1 

Die erfolgreiche Mietsoftware-Marke gönnt sich angesichts blendender Zahlen keine Auszeit. Vielmehr strebt der Vorstand eine deutliche Steigerung des Umsatzes und der Margen an. Der Stopp-Kurs wird auf EUR 85 festgelegt. Das anvisierte Kursziel beträgt EUR 190 im Jahr 2023.

Wirecard | Musterdepot Deutschland | Wert 2

Das Investment stellt eine spekulative Position dar. Äußerst negative Pressemeldungen erschütterten jüngst das Vertrauen in den Wert. Von einem Dax-Konzern darf Transparenz erwartet werden, zumal wenn es sich dabei um einen Zahlungsdienstleister handelt. Positiv wird gewertet, dass die Vorwürfe nur von einer Adresse erhoben werden und mit der Softbank ein potenter Partner gefunden wurde. Der Stopp-Kurs wird auf EUR 90 festgesetzt. Das Kursziel beträgt EUR 190 im Jahr 2020.

 

Golden Cross vs. Dax-Performance

Der Golden-Cross-Filter zeigt Werte, bei denen der Durchschnittskurs der letzten 50 Handelstage den Durchschnittswert der letzten 200 Handelstage übertrifft, nachdem sich dieser Wert vorher unterhalb dieser Marke befunden hatte. Das Ereignis, dass die 50-Tageslinie die 200-Tageslinie von „Süd nach Nord“ durchstößt, wird allgemein als eindeutiges Kaufsignal gewertet, während das Abfallen der 50er Tagelinie unter die 200er Tageslinie als deutliches Verkaufssignal gilt. Man spricht dann vom Death Cross. 

Historisch gesehen hat sich beim Dax innerhalb seiner 60-jährigen Geschichte das Golden Cross Phänomen 36 Mal ereignet. Bisher ist es im Dax meist zu guten Kursgewinnen gekommen, wenn sich das Golden Cross Signal abgezeichnet hat. Allerdings ist das Signal kein Zündstoff für eine Kursrakete. Vielmehr benötigt der Dax viel Kraft, bis das Golden Cross greifbar wird. Es ist daher nicht verwunderlich, dass der Dax knapp über den Golden Cross Niveau erst einmal konsolidiert. Aus einer Konsolidierung kann auch ein Kursabschwung entstehen. Daher muss, wie eigentlich immer, genau beobachtet werden, ob tatsächlich weitere Kursgewinne entstehen oder sich das Erreichen des Golden Cross als Fehlsignal erweist. Bei einem weiteren Kursanstieg muss das nächste Dead Cross, durchschnittlich, erst in rund einem Jahr erwartet werden. Zeit genug also, einen schönen Zugewinn verbuchen zu können. Zumindest historisch gesehen hat der Dax den größten Teil seiner Kurszuwächse nach dem Erreichen der Golden Cross Marken erzielt.

Anleger, die das in Rede stehende Signal als Einstiegschance betrachten, können sich mithilfe von Software-Tools und Informationsdienste über neue Golden Cross Signale informieren. Zahlreiche Broker und Banken bieten ihren Kunden hierzu Programme an, die Kunden oftmals kostenfrei nutzen können. Über Finanzmarktportale, Bank- und Brokermitteilungen können Informationen kostenlos oder per Abonnement bezogen werden. Auf Facebook und Twitter sind zahlreiche Informationskanäle zu finden, über die zeitnahe Mitteilungen anbieten. Das bedeutet nicht, dass jede Mitteilung über ein neues Signal zu einer Kauforder führt, zumal die oben erwähnte Konsolidierung ein Zeitfenster öffnet, das genutzt werden kann, den besten Wert unter den ohnehin guten Werten, zu finden.   

Zur Veranschaulichung folgen zwei Videos in englischer Sprache, die das Kaufsignal näher beleuchten. Die Bedeutung des Signals dürfte nicht nur für den Trader mit einem mittleren bis langen Anlage-Hintergrund interessant sein, weil die Erreichung der weithin beachteten Marke Bewegung in dem zugrunde liegenden Papier verspricht, die auch für den Day-Trader interessant ist.

Vorbemerkung: Heikin Ashi ist eine besondere Form der Kerzen-Chart-Darstellung. In dem Video wird unterstellt, dass dem Betrachter die Technik und Aussage der Kerzen-Charts bekannt ist. Sollten diese Kenntnisse nicht vorhanden sein, ist es sinnvoll, sich vor der Ansicht des Videos ausgiebig mit den Kerzen-Charts zu befassen. Um es vorweg zu nehmen: Die klassische Darstellung der Kerzen-Charts ist für den Trader viel interessanter als die Heikin Ashi Kerzen. Es gibt hier nur wenige Kerzengebilde, die schon durch ihre klangvollen Bezeichnungen (z. B. Dark Cloud Cover) neugierig machen.

 

Dieses Video richtet sich an Personen, die ein Handelsinstrument suchen, welches einen klaren Trend anzeigt. Heikin Ashi Kerzen zeigen Trends mit einem Blick auf den Chart. Der Unterschied in der Darstellung der Heikin Ashi Kerzen im Vergleich mit den Original-Kerzen resultiert aus dem Open-Kurs der Kerzen. Die Standardkerze eröffnet mit dem tatsächlichen Kurs. Steigt der aktuelle Kurs über den Eröffnungskurs, gibt es einen weißen Kerzenkörper. Fällt der aktuelle Kurs unter den Eröffnungskurs, wird eine schwarze Kerze angezeigt. Zum Ende der Periode (meist 1, 5, 15 und 30 Minuten sowie 1 und 4 Stunden, ein Tag, eine Woche und ein Monat) bildet die Strecke vom Eröffnungskurs bis zum Schlusskurs den Kerzenkörper. Vorübergehende höhere oder tiefere Kursausschläge werden als dünne Striche (Dochte) ober- und unterhalb der Kerze angezeigt. Es kommt praktisch ständig vor, dass die Farbe aktuellen Kerze von der Vor- und der später nachfolgenden Kerze abweicht. Wechselt die Kerzenfarbe oft, erkennt der Betrachter eines Charts keinen stabilen und eindeutigen Trend. Heikin Ashi Kerzen sind kein Abbild des aktuellen Kursverlaufs, sondern eine Durchschnittsbetrachtung des aktuellen Kursverlaufs und der vorhergehenden Kerze. Das Chart Bild wirkt dadurch wesentlich klarer. Um diesen Effekt zu demonstrieren, hätte es keines Videos bedurft. Worum geht es also in dem nachfolgenden Video? Heikin Ashi Kerzen haben, wie nicht anders zu erwarten, auch ihre Schattenseiten, die sich immer dann zeigen, wenn nicht der zurückliegende Chart betrachtet wird. Wenn der aktuelle Chart Verlauf einen Farbwechsel zeigt, der als Einstieg genutzt wird, kann es durchaus sein, dass zwar Folgekerzen der erwarteten Farbe folgen, allerdings kein signifikanter Kursunterschied zum Einstieg erzielt wird. Es entstehen dadurch unter Umständen eine ganze Reihe von Trades, die mehr Geld kosten können, als die erfolgreichen Trades einspielen. Die Heikin Ashi Kerzen werden deshalb als schön anzuschauen aber als schwer handelbar qualifiziert, zumal sie keine prägnanten Handelssignale wie normale Kerzen-Charts liefern.

5, eher unbekannte Heikin Ashi Handelssignale 

Dass Heikin Ashi Kerzen keine Handelssignale liefern, wird wegen der, aus Durchschnitten gebildeten, Kerzen fälschlicherweise oftmals vermutet. Tatsächlich gibt es  5, eher unbekannte, Handelssignale, die durchaus als prägnant bezeichnet werden dürfen.

  • Steigende Kerzen (meist weiß oder grün dargestellt) ohne unteren Schatten (Kerzen mit einem Shaven Bottom) zeigen einen starken bullischen Trend an.
  • Fallende Kerzen (meist schwarz oder rot dargestellt) ohne oberen Schatten (Kerzen mit einem Shaven Head) zeigen einen starken bärischen Trend an.
  • Kerzen mit kurzem Körper mit einem Schatten (oben oder unten) weisen auf einen Trendwechsel (Heikin Ashi Kerzen haben oft keinen Schatten) hin.
  • Eine Kerze, mit langem (die Farbe der Kerze spielt keine Rolle) unterem Schatten, deutet auf Kaufbereitschaft hin und ist bullisch zu werten.
  • Eine Kerze, mit langem (die Farbe der Kerze spielt keine Rolle) oberen Schatten, deutet auf nachlassende Kaufbereitschaft hin und ist bärisch zu werten.

Mit diesem kleinen Werkzeugkoffer sollte es gelingen, profitable Trades zu identifizieren. Das Auftreten kurzer Körper sollte als Hinweis „Finger weg“ verstanden werden. Das Auftreten langer Schatten kann hilfreich sein, einen Zeitpunkt für den Ein- oder Ausstieg festzumachen.