Mit verschiedenster Chart Technik kann der Zeitpunkt für die Eröffnung einer Long- oder einer Short-Position ermittelt werden. Durch den Spread oder Gebühren beginnt jeder Trade mit einem Minus. Der eher kurzfristig orientierte Anleger und erst recht, der Scalper, also jemand, der in ganz kurzer Zeit einen kleinen Kursgewinn erzielen möchte, benötigt einen Anhaltspunkt, für die Wucht der Kursbewegung, die gehandelt werden soll. Es gibt verschiedene Instrumente, mit denen diese Wucht gemessen werden kann. Der ADX (Average-Directional-Movement-Index) wird von vielen Tradern für seine Aussagestärke geschätzt. Der vorangehende Link für zu einem Artikel in dem mehr über den Erfinder, Herrn Welles Wilder, zu erfahren ist. Natürlich wird in dem Artikel aufgezeigt, wie der Wert berechnet wird. 

Der ADX zeichnet sich nicht durch ein spektakuläres Aussehen aus. Es handelt sich um eine einfache Linie, die Werte auf einer Scala abbildet. Die Scala kann je nach Chart Programm unterschiedlich gestaltet sein und von 0 bis 80 reichen. Niedrige Werte deuten auf einen seitwärts laufenden Markt ohne Schwung hin. Ab welcher Marke der Bewegungsschwung für den Trader ausreicht, ist individuell verschieden. Es gibt Trader, die einen Wert von 20 als ausreichend ansehen. Werte über 30 oder 40 Punkte sind gleichfalls gebräuchlich. Die Anzahl der Trade-Möglichkeiten nimmt bei höheren Werten ab. Dafür nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, mit dem Trade schnell in den Bereich zu kommen, der Spaß macht. Ein hoher ADX-Wert (zum Beispiel 40 Punkte) deutet darauf hin, dass der Trend stabil ist und noch einige Zeit anhält. Zur Vorsicht sei geraten, wenn der ADX schnell weiter steigt und dann abkippt. Damit kündigt sich möglicherweise ein deutlicher Kursrücksetzer an. Steigende oder fallende Kurse werden durch die ADX-Linie nicht angezeigt. Es geht nur um die Bewegungsstärke. Ob es sich dabei um eine Bewegung nach Nord oder Süd handelt, zeigt der Chart des zugrunde gelegten Wertes, der in der Regel in einem eigenen Fenster oberhalb des ADX-Fensters angezeigt wird. Wie das in der Praxis aussieht, wird in den beiden folgenden Videos anschaulich aufgezeigt. Im Video auf der rechten Seite wird ein ADX verwendet, der von zwei Trendindikatoren begleitet wird, während im ersten Video der reine ADX gezeigt wird. Für welche Variante man sich entscheidet, hängt natürlich davon ab, welche Software-Lösung zur Verfügung steht. Gerade, wenn weitere Trendindikatoren eingesetzt werden, ist die alleinige Anzeige des ADX (Video links) sinnvoll.