Short & Long sind die Basis einer umsichtigen Anlagestrategie

In Deutschland gibt es bedenklich wenige Aktionäre. Diese Tatsache lässt vermuten, dass der allgemeine Wissensstand rund um das Thema Wirtschaft und Kapitalanlage gering ist. Betrachtet man die Entwicklung der großen Aktienwerte seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, konnte mit diesen Aktien seit nunmehr 70 Jahren eine gute Rendite erzielt werden, die Anleihe oder Sparbuchrenditen weit hinter sich lässt. Vor dem Kauf von Aktien schrecken jedoch viele Anleger in Deutschland zurück. Merkwürdig ist, dass es gleichzeitig eine große Anzahl von Anlegern gibt, die nicht davor zurückschrecken, ihr Kapital am sogenannten grauen Kapitalmarkt anzulegen. Die dort angebotenen Anlagen basieren oft auf komplexen und schwer zu durchschauenden Vertragskonstruktionen, schaffen jedoch scheinbar mehr Vertrauen als der Kauf von Aktien einer deutschen Aktiengesellschaft mit hervorragendem Ruf, die in jedem Quartal öffentlich bekannt macht, wie ihre Geschäfte laufen.

Natürlich muss festgehalten werden, dass es der deutsche Anleger in der Vergangenheit nicht leicht hatte, sich am Handel mit Aktien angemessen zu beteiligen. Lange Zeit war das sogenannte Front-Running der Wertpapiermakler erlaubt. Sie nutzten lange Zeit ihren Wissensvorsprung zulasten der Kleinanleger aus. Vor allem aber konnte der Kleinanleger nur „long“ gehen, während den professionellen Marktteilnehmer beide Kursrichtungen Gewinne versprachen. Sicherlich können Gründe geltend gemacht werden, die für eine Begrenzung des spekulativen Aspekts für den Kleinanleger sprechen. Es darf jedoch auch vermutet werden, dass die Beschränkung nicht nur vorsorglich erfolgte. Wer teilt schon gerne seine Pfründe. Die Deutsche Börse sichert sich noch immer ihren Vorteil bei den Kursnotierungen, die nur mit einer Zeitverzögerung von 15 Minuten an die Öffentlichkeit gelangen. Realtimekurse erhalten nur institutionelle Anleger, die dafür hohe Gebühren zahlen. Auch der Blick ins Orderbuch wird nur dem zahlenden Profi gestattet. Die Bedingungen beim Kauf von Aktien sind für den Privatanleger gegenüber dem Profi ungerecht, da der Blick ins Orderbuch marktgerechte Limits ermöglicht. Die Bedingungen für Privatanleger sind somit noch nicht ideal. Nutzen sollte der Privatanleger daher einige Instrumente, die zumindest teilweise Abhilfe schaffen.

Als Käufer oder Verkäufer von Aktien sollten man den aktuellen Kurs kennen. Eine gute Möglichkeit aktuelle Notierungen zu erfahren, bietet der Wertpapiermakler Lang & Schwarz, der selbst einen Index ermittelt, der nur geringe Abweichungen zum Original-Dax aufweist. Siehe Lang & Schwarz oder GodmodeTrader.

Es gibt eine Reihe weiterer Handelsmöglichkeiten, von denen Privatanleger, meist aus vorgeschobenen Gründen, ausgeschlossen werden. Glücklicherweise eröffnet die Globalisierung Privatanlegern den Weg zu international tätigen Anbietern, die eine Fülle von Anlagemöglichkeiten anbieten. Bekannt sind einige Broker, die den CFD- und Forex-Handel nach Deutschland gebracht haben. Es handelt sich dabei um gehebelte Produkte mit hohem Gewinn- und Verlustpotenzial. Damit das Verlustpotenzial beherrscht werden kann, ist es notwendig sich einiges an Wissen anzueignen. Viele Broker ermöglichen den Handel mit einem Musterdepot. So verfügt der Privatanleger über die Möglichkeit, hochwertige Chart- und Handelssysteme kostenlos nutzen zu können. Ohne Risiko kann so erfahren werden, wie es sich anfühlt, zwischen long und short auswählen zu können. Den Stimmen, die jetzt „Achtung Risiko“ rufen sei bestätigt: Hebelprodukte bergen das Risiko hoher Verluste. Sie ermöglichen es jedoch auch, in steigenden und fallenden Märkten gleichermaßen aktiv zu sein und können. Ferner können sie zur Kurssicherung (hedging) eingesetzt werden und vor großen Verlusten bewahren. Daher muss eine spekulative wie eine konservative Anlagestrategie „Short-Positionen“ erlauben.