Awesome-Chart30.03.2020 | Awesome-Trading-Strategien ermöglichen profitable Trades. Mehr ist hier zu erfahren.

Anwendung des Awesome-Indikators von Bill Williams

Awesome-Trading-Strategien eignen sich besonders für Trendmärkte. Mit dem Awesome-Indikator können Trader, guten Trading-Chancen ermitteln. Dabei ist jedoch immer zu beachten, dass Fehlsignale, wie bei allen Indikatoren, nicht ausbleiben. Enge Limitierungen sind daher ein unverzichtbares Werkzeug, um das erste Trader-Ziel, nämlich den Kapitalerhalt,  zu erreichen. Beim Awesome-Indikator handelt es sich um einen Oszillator, der von Bill Williams entwickelt wurde. Der Berechnung der Oszillator-Werte liegt ein SMA (Simple Moving Avarage – einfacher gleitender Durchschnitt) mit 5 und ein weiterer SMA mit 34 Perioden (Fibonacci-Zahlen siehe unten) zugrunde. Verwendet werden nicht der Eröffnungs-, Schluss-, Höchst- oder Tiefst-Kurs der Periode, sondern der Mittelwert einer Kerze (Darstellungsform des Kursverlaufs siehe unten), der sich aus der Addition vom Höchst- und Tiefst-Kurs innerhalb der Periode, dividiert durch 2, ergibt. Der Durchschnitt der 34 Perioden wird vom Durchschnitt der 5 Perioden abgezogen. Somit kann der Awesome-Wert über oder unter dem Wert 0 liegen. Zur grafischen Darstellung des Awesome-Indikators eignet sich am besten ein Histogramm, das zeigt, wie der Indikator um die 0-Linie oszilliert. Das Histogramm wird in Chart-Programmen regelmäßig in einem eigenen Fenster präsentiert, das unterhalb des eigentlichen Chart-Bildes angezeigt wird. Für die Darstellung der Kursentwicklung wird die Kerzenform genutzt, die Grundlage für die Berechnung des Awesome-Indikators sind.

Das Histogramm

Balken oberhalb der 0-Linie sind als bullisch und unterhalb als bärisch zu werten. Konkrete Trade-Signale sind möglicherweise gegeben, wenn die 0-Linie durchkreuzt wird. Ein weiteres Signal liefern 2 aufeinander folgende Kursspitzen und ferner ein Wechsel der Farben der Histogramm-Balken in einer bestimmten Konstellation. Die Strategien werden in den nachfolgenden Videos von erfahrenen Tradern gezeigt.

Warnung

Insbesondere ist beim 5er SMA „gehörig Druck auf dem Kessel“. In Trendmärkten besteht die Möglichkeit, frühzeitig Trades eröffnen und rechtzeitig schließen zu können. Profitable Trades sind daher mithilfe des Awesome-Indikators möglich. In Phasen ohne klare Marktpräferenz nach oben oder unten liefert der Indikator unter Umständen Fehlsignale oder veranlasst zu Trades, die aufgrund des Spreads nicht gewinnbringend ausfallen. Wie alle Indikatoren liefert der Awesome-Indikator eine Indikation und keine absolute Gewissheit. Bevor Trades aufgrund von scheinbaren Signalen eingegangen werden, muss geprüft werden, ob der Indikator in der gegebenen Marktsituation überhaupt genutzt werden sollte. Hierzu können weitere Indikatoren eingesetzt werden. So kann ein langer SMA oder EMA (z. B. 200) als Trigger-Filter dienen. Long-Positionen werden nur dann eröffnet, wenn sich der Kurs oberhalb der 200er Linie befindet. Für Short-Positionen muss sich der Kurs unterhalb des langen Avarages befinden. Es wird dadurch erreicht, dass Trades nur in Richtung des langfristigen Trends eröffnet werden. Eine weitere Möglichkeit stellt die Beobachtung des ADX-Indikators dar. Für die Eröffnung von Long- und Short-Positionen wird ein Mindestwert (z. B. 25) festgelegt, der gegeben sein muss, um Positionen zu eröffnen. Somit wird sichergestellt, dass eine gewisse Schwankungsbreite für den zu handelnden Wert gegeben ist. Viele weitere Kombinationsmöglichkeiten können entwickelt werden.

Kerzen

Kerzen-Charts sind in Asien seit mehreren Jahrhunderten gebräuchlich, um den Kursverlauf von Vermögenswerten zu dokumentieren, die an einer Börse gehandelt werden. Seit dem Ende der 1980er Jahre findet diese Darstellungsform von Kursverläufen auch in der westlichen Welt immer mehr Anhänger, da mit einem Blick auf den Chart gleich mehrere Informationen ersichtlich sind. Kerzen von Perioden mit Kurszugewinnen werden farblich anders dargestellt, als Verlustperioden. Daher wird bereits durch die Farbe der Kerze deutlich, ob die letzte Periode von den Bullen oder den Bären gewonnen wurde. Der Bereich zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs wird dick dargestellt, während höhere und tiefere Kurse, die nicht bis zum Periodenschluss gehalten werden konnten, mit dünnen Strichen (Dochten) ober- und unterhalb des dicken Kerzenkörpers angezeigt werden. Selbst wenn dem Betrachter des Charts nur eine Kerze gezeigt wird, kann er Eröffnungs-, Schluss-, Höchst-, und Tiefstkurs benennen und sagen, ob zur vorangehenden Kerze ein Zugewinn oder Verlust zu verzeichnen ist. Bei der Berechnung des Awesome Indikators werden der Höchst- und der Tiefst-Kurs der Kerze addiert und durch 2 dividiert, während bei der Ermittlung des SMA meist der Schlusskurs und seltener der Höchst-, der Tiefst-, oder der Eröffnungskurs verwendet werden.

Fibonacci Zahlen

Die einzelnen Zahlen ergeben sich aus der Addition der beiden vorherigen Zahlen, beginnend mit 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, … Wie auch bei seinen anderen Indikatoren nutzt Bill Williams Fibonacci-Zahlen als Gerüst für den Awesome Indikator.