Kapital-Kredit Finanz-Portal

Mit Vorsorge-Versicherungen wird Vorsorge für die Rente, für die Pflege, für Hinterbliebene und die Berufsunfähigkeit betrieben. Es handelt sich dabei in aller Regel um erhebliche finanzielle Risiken, die nur mit einem erheblichen Aufwand ausreichend abgefedert werden können. Folglich handelt es sich bei den Vorsorge-Versicherungen oft um Verträge mit langen Laufzeiten, die sich meist nur lohnen, wenn daran bis zur Fälligkeit festgehalten wird. Eine sorgfältige Tarif- und Anbieterauswahl ist daher ein Muss.

Private Rentenversicherung

Welche Zahlungsmethoden sind möglich?

Hinsichtlich der Kapitaleinzahlung kann unterschieden werden in Verträge mit ratierlicher  Zahlungsweise und Verträge mit einer Einmalzahlung. Bei der Kapitalauszahlung sind auch beide Varianten möglich. Das angesparte Kapital plus dessen Erträge wird in einer Summe ausgezahlt oder als lebenslange Rente ausgeschüttet. 

Welche Anlageformen oder -konzepte gibt es?

Über viele Jahrzehnte waren klassische Rentenverträge mit einem Garantiezins, der zu einem garantierten Mindestauszahlungskapital oder einer garantierten Mindestrente führte, sehr beliebt. Die Einzahlungen der Versicherungsnehmer wurden von den Rentenversicherungsgesellschaften in festverzinslichen Wertpapieren angelegt, die kalkulierbare Erträge abwarfen und die gegebenen Garantien absicherten. Heute können am Kapitalmarkt keine lukrativen Festzinsanlagen erworben werden. 

Üblich sind daher heute Rentenversicherungen, die Kapital ansammeln und damit Aktien, Fonds, ETFs und andere erwerben, die Dividenden ausschütten und Kursgewinne erzielen können, insgesamt also eine bessere Rendite erzielen, als festverzinsliche Wertpapiere. Allerdings sind die Erträge nicht kontinuierlich zu erwirtschaften. Auf gute Anlagejahre können auch Verlustjahre folgen. Die Versicherungen sprechen daher keine Kapitalgarantie und keinen Garantiezins für diese Verträge aus.

Was geschieht, wenn die Auszahlungsreife eintritt?

Erreicht ein Rentenvertrag die Auszahlungsreife kann die Auszahlung in einer Summe oder eine Rente mit folgenden Zahlungsmodalitäten gewählt werden: 1. Bei der konstanten Rente wird ein immer gleichbleibender Betrag ausgezahlt. 2. Eine dynamische Rente steigt im Laufe der Zeit an, damit die zu erwartende Inflation ausgeglichen wird. 3. Ein Rentenmix aus den Varianten zu eins und zwei.

Welche Steuern fallen an?

Für Rentenversicherungsverträge mit einer Mindestlaufzeit von 12 Jahren gilt bei Personen, die mindestens 62 Jahre alt sind (bei bestimmten Altverträge ab 60 Jahre) das Halbeinkünfteverfahren, das die Hälfte der Erträge besteuert. 

Beispiele:

1. Einmalzahlung

  • Auszahlung: EUR 100.000
  • Einzahlung: EUR 50.000
  • Kapitalertrag: EUR 50.000
  • Steuerpflichtig: EUR 25.000
  • Steuer: EUR 7.500 (bei einem Steuersatz von 30 %)

2. Rentenzahlung

Erhält eine 67-jährige Person mit einem Steuersatz von 32 % eine monatliche Rente von EUR 1.000 sind davon EUR 170 zu versteuern, was bei dem genannten Steuersatz einer Steuerzahlung von EUR 54,40 entspricht. Die Steuerlast ist, zumindest nach dem heutigen Steuergesetz, also durchaus erträglich.

Was sollte bei einer privaten Rentenversicherung unbedingt beachtet werden? 

  • Der Rentenfaktor sollte zu 100 % garantiert sein, damit die Versicherung keine Abstriche von der Rente machen kann, wenn ihre Geschäfte schlecht laufen.
  • Es darf keine Treuhandklausel enthalten sein, die ebenfalls zur Korrektur des Rentenfaktors führen kann.
  • In Fonds oder ETFs investiertes Geld soll umgeschichtet werden können. 
  • Ein Ablaufmanagement soll 5 Jahre vor Vertragsende greifen, das durch Umschichtungen vor dem Vertragsende dafür sorgt, dass nicht kurz vor dem Vertragsende ein Börsencrash die geplante Rente minimiert. 
  • Die Leistungen der Rentenversicherung dürfen nicht mit dem Tod der versicherten Person enden, sofern Hinterbliebene zu versorgen sind. 

Hinweis für Portal-Besucher: Kapital-Kredit ist ein Finanz-Portal mit Beiträgen zu den Themen Kapitalanlagen, Finanzierungen und Versicherungen. Es werden verschiedene Finanzprodukte und Anbieter vorgestellt. Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, dass damit keine Anlageempfehlungen verbunden sind, zumal auch auf spekulative Finanzprodukte eingegangen wird, die nur für erfahrene Insider geeignet sind.

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